Programm 2018

Zentraler Aktionszeitraum ist 19.-29. April 2018, doch auch davor und danach finden viele Veranstaltungen rund um Jehuda Amichais Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ statt.
Auf dieser Seite finden Sie das vollständige Programm.

Hier können Sie das Programmheft als PDF-Datei ansehen und herunterladen:

Würzburg liest ein Buch 2018 – Programmheft

oder online darin blättern:

www.wuerzburg-liest.de/programmheft/

Ausstellungen:

Wolf-Dietrich Weissbach Fotografische Impressionen aus Jerusalem
vom 22. April bis 11. Mai 2018  in der
 Galerie Professorium im Malerfürstentum Neu-Wredanien, Innere Aumühlstraße 15 – 17
Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag von 18 – 21 Uhr und Sonntag von 14 – 18 Uhr
Eintritt frei

„Die Stadt ist schon hell erleuchtet“ – Schauplätze und Impressionen zu Amichais Würzburg-Roman
16. April bis 12.Mai 2018 in der Buchhandlung Knodt,
Textorstraße 4
Schaufensterausstellung aus dem Fotoarchiv der Heiner Reitberger Stiftung von Dr. Suse Schmuck und Petra Maidt
Eintritt frei

Jüdische Literatur, Kultur und Geschichte in Franken
Medienausstellung mit Romanen und Sachbüchern von
3. April bis 30. Mai 2018 in der Stadtbibliothek im Alten Rathaus Lohr am Main, Lesesaal
Öffnungszeiten: 10 bis 17 Uhr
Eintritt frei

Veranstaltungen:

 

Montag, 14. Mai 2018

„Nicht von jetzt, nicht von hier“
Szenische Lesung und Musik
19 Uhr, Stadtbücherei Hohe Kemenate Karlstadt, Hauptstraße 56
Eintritt frei, Bewirtung durch das Team der Stadtbibliothek Karlstadt, Spenden gehen an den Förderkreis ehemalige Synagoge Laudenbach
Anmeldung unter georg.schirmer@synagoge-laudenbach.de

Sonntag, 8. Juli 2018

„Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung mit der Schauspielerin Edith Abels
18 Uhr, Alte Synagoge Arnstein,
Goldgasse 28
Eintritt frei

 

Bisherige Veranstaltungen:

Sonntag, 7. Mai 2017

Buchpräsentation
11 Uhr, Toskanasaal in der Würzburger Residenz
Eintritt frei
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Prof. Dr. Wolfgang Riedel begrüßt, Dr. Hans Steidle, der Amichai-Experte in Würzburg, führt in den Roman ein, Burkard Hose spricht als Vertreter der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, der Schauspieler Rainer Appel liest ausgewählte Passagen, ein musikalisches Begleitprogramm von Pianist Rudi Ramming rundet das Programm ab.

Freitag, 29. September 2017

Herbstlese(n)
Die Arbeitsgemeinschaft „Würzburg liest ein Buch“ lädt an diesem Abend zu einem Informationstreffen ein.
19 Uhr, Kunsthaus Michel, Semmelstraße 42
Eintritt frei
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Kommen Sie danach mit den Organisatoren von „Würzburg liest ein Buch 2018“ ins Gespräch und erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten, sich als Vorleser oder Initiator einer Veranstaltung zu während der Aktionswoche vom 19. bis 29. April zu engagieren.

Donnerstag, 9. November 2017

„Nicht von jetzt, nicht von hier“
Diskussion und Gespräch im Literaturkreis der Martin-Luther-Kirche
Gäste sind willkommen.
19.30 Uhr, Kindergarten Sternschnuppe
Zeppelinstraße 21 a
Eintritt frei

Donnerstag, 11. Januar 2018

Jehuda Amichai – der profane Prophet, Teil 1
Dr. Hans Steidle über Leben und Werk des großen „Würzburger“ Poeten
19.30 Uhr, VHS, Münzstraße, Zi. 31, Anmeldung mit Kursnummer 71134sg unter info@vhs-wuerzburg.de
Eintritt 18 € für zwei Abende
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Würzburg liest 2018 von Jehuda Amichai den Roman „Nicht von jetzt, nicht vor hier“. Als Ludwig Pfeuffer verbrachte er seine Kindheit in Würzburg; als junger israelischer Dichter schrieb er nach seiner Wiederbegegnung mit der Stadt seiner Kindheit Ende der 1950er Jahre den autobiographisch gefärbten Roman. Dieser ist ein Feuerwerk an Poesie und Vitalität und thematisiert die Problematik der deutsch-jüdischen Identität und Geschichte. Amichai begründete auch die israelische Lyrik und Lyriksprache. An zwei Abenden lesen wir uns gemeinsam in Leben und Werk des großen „Würzburger“ Poeten ein.

Donnerstag, 18. Januar 2018

Jehuda Amichai – der profane Prophet, Teil 2
Dr. Hans Steidle über Leben und Werk des großen „Würzburger“ Poeten
19.30 Uhr, VHS, Münzstraße, Zi. 31, Anmeldung mit Kursnummer 71134sg unter info@vhs-wuerzburg.de
Eintritt 18 € für zwei Abende
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Würzburg liest 2018 von Jehuda Amichai den Roman „Nicht von jetzt, nicht vor hier“. Als Ludwig Pfeuffer verbrachte er seine Kindheit in Würzburg; als junger israelischer Dichter schrieb er nach seiner Wiederbegegnung mit der Stadt seiner Kindheit Ende der 1950er Jahre den autobiographisch gefärbten Roman. Dieser ist ein Feuerwerk an Poesie und Vitalität und thematisiert die Problematik der deutsch-jüdischen Identität und Geschichte. Amichai begründete auch die israelische Lyrik und Lyriksprache. An zwei Abenden lesen wir uns gemeinsam in Leben und Werk des großen „Würzburger“ Poeten ein.

Dienstag, 20. Februar 2018

Die Polizei im NS-Staat: Nicht von jetzt, nicht von hier?
Lesung aus Amichais Roman + Diskussion mit Wanderausstellung „Polizei im NS-Staat“
10 – 11 Uhr, III. Bereitschaftspolizeiabteilung, Sedanstr. 52
Eintritt frei, nur mit Anmeldung bei Uwe.Hueckmann@polizei.bayern.de

Sonntag, 25. Februar 2018

Kindheit und Lebenswelt des Ludwig Pfeuffer – Spurensuche Jehuda Amichai
Stadtführung mit Franz Ziegler und Michael Schurr
11 Uhr, Treffpunkt: Vier-Röhren-Brunnen
Führung kostenfrei, Spenden gehen an die Kulturtafel und Perlmut(t) (Projekt der Johanniter Würzburg zugunsten von traumatisierten Kindern), Anmeldung unter franz.ziegler@t-online.de
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Mit 11 Jahren wanderte Ludwig Pfeuffer mit der ganzen Familie nach Palästina aus. Dort änderte er seinen Namen in Amichai = hebr. „Mein Volk lebt“. Seine Kindheit und Schulzeit aber verbrachte der bekannte israelische Autor in Würzburg. Sie stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Dienstag, 27. Februar 2018

Die Polizei im NS-Staat: Nicht von jetzt, nicht von hier?
Lesung aus Amichais Roman + Diskussion mit Wanderausstellung „Polizei im NS-Staat“
10 – 11 Uhr, III. Bereitschaftspolizeiabteilung, Sedanstr. 52
Eintritt frei, nur mit Anmeldung bei Uwe.Hueckmann@polizei.bayern.de

Donnerstag, 1. März 2018

Literatur am Abend 
vierteiliger Literaturkurs zu Jehuda Amichai „Nicht von jetzt, nicht von hier“
weitere Termine am 8., 15. und 22. März
Leitung: Dr. Hans Steidle, Stadtheimatpfleger
20 bis 21.30 Uhr, Rudolf-Alexander-Schröder-Haus, Wilhelm-Schwinn-Platz 3
Kosten für 4 Abende: € 36,-
Anmeldung unter 0931/321750 oder www.schroeder-haus.de
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An vier Abenden lesen und besprechen wir wesentliche Teile, Handlung und Aussage von Jehuda Amichais Roman „Nicht von hier, nicht von jetzt“, der im Mittelpunkt der Woche „Würzburg liest“ vom 19-29.04. 2018 steht.  Der in Würzburg geborene israelische Dichter setzt sich in dem Roman mit der Identitätskrise eines israelischen Intellektuellen auseinander, der zwischen der Rache für und der Trauer um die Opfer im Holocaust, zwischen der Sehnsucht nach der Kindheit und nach einer leidenschaftlichen Liebe, unentschieden ist. In zwei parallel verlaufenden Handlungen wird Joel der Suche nach den Schuldigen in Weinburg (alias Würzburg) und der Liebe zu Patricia und einer Entscheidung für sein Leben in Jerusalem  ausgesetzt. In diesem formal experimentellen Roman werden die verschiedenen Aspekte der deutsch-jüdischen Geschichte in der Person Joels vielschichtig und als innere Widersprüche verortet und vermittelt.  Die kraftvolle und bildreiche Sprache wirkt auch in der deutschen Übersetzung direkt und lässt die moderne jüdische Denkweise in der jüdischen Tradition stehend und in der Konfrontation mit der Moderne erleben.

Dunkle Seele, feiges Maul – Lesung mit Niklas Frank
Lesung mit Niklas Frank in Kooperation von Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW Würzburg und Würzburg liest e.V.
11 Uhr, Theater am Neunerplatz, Schulveranstaltung (Eintritt 3 €)
20 Uhr, Theater am Neunerplatz
Eintritt im VVK 10 € , ermäßigt und GEW-Mitglieder 7 €
Reservierung unter www.neunerplatz.de.
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„Persil wäscht alles rein“ steht auf Werbeschildern, die den Ich-Erzähler in Jehuda Amichais Würzburg-Roman bei seiner Ankunft in Weinburg empfangen – eine Anspielung auf die „Persilscheine“, die zwischen 1945 und 1951 von den Entnazifizierungsbehörden ausgestellt wurden. Anhand von Akten aus verschiedenen Landesarchiven erzählt Niklas Frank (geb.1939) empörende, aber auch absurd komische Fälle aus dieser Zeit.
Der Autor ist der Sohn von Hans Frank, der von Zeitgenossen als „Judenschlächter von Krakau“ bezeichnet und in den Nürnberger Prozessen als einer der Hauptkriegsverbrecher des „Dritten Reichs“ verurteilt wurde.In seiner journalistischen Arbeit wirft Niklas Frank einen schonungslosen Blick auf die Schuld der Deutschen und den Umgang mit dieser nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Dreist verkauften damals Mitglieder und Nutznießer der NSDAP die Spruchkammern für dumm und retteten sich ohne Reue ins demokratische Deutschland. Frank analysiert, dass ein direkter Weg von damals zum heutigen Verhalten der schweigenden Mehrheit der Deutschen führt. Neben Prominenten wie Lina Heydrich, Oskar von Hindenburg, Emmi Göring, Winifred Wagner interessiert sich Frank vor allem für die vielen unbekannten Nazis, die das unmenschliche System gestützt und bejubelt haben.

Sonntag, 4. März 2018

Film: Jeckes – Die entfernten Verwandten
D, 1997, Dokumentarfilm 
11 Uhr, Central im Bürgerbräu
Eintritt 7,50 €, erm. 6,50 €, Reservierung unter www.central-bb.de
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Die entfernten Verwandten – das sind die deutschen Juden in Israel, auch Jeckes genannt. Sieben israelische Männer und Frauen, zwischen 1909 und 1928 in Deutschland geboren, berichten über ihre Biografien. Darunter finden sich beispielsweise eine erfolgreiche Mäzenin, ein früherer Bürgermeister von Jerusalem oder eine ehemalige Majorin im Suezkrieg 1973, die heute in einer radikalen Siedlergemeinde in Hebron lebt. Die sieben Protagonisten mit ihren unterschiedlichen Lebenswegen geben einen Einblick und Rückblick in ein besonderes Kapitel deutsch-israelischer Geschichte.

Führung durch das Jüdische Museum Shalom Europa
Prof. Dr. Dr. Karlheinz Müller führt durch das Museum der Jüdischen Gemeinde Würzburg und Unterfranken.
14 Uhr, Jüdisches Museum Shalom Europa, Valentin-Becker-Str. 11
Museums-Eintritt 3 € / ermäßigt 2 €, Eintritt frei für Kinder bis 10 Jahre
Eine Anmeldung ist nur für Gruppen erforderlich unter Tel: 0931/4041441.
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Im Museum Shalom Europa stellt die Jüdische Gemeinde in Würzburg ihre Religion aus. Jüdische und nichtjüdische Besucher sind eingeladen, sich des Kanons Jüdischer Grundwerte zu vergewissern oder ihn authentisch kennenzulernen: die Schriftliche und die Mündliche Tora, Schabbat, Kalender, Alltag und Feste, Tod und Trauer. Aber auch die Geschichte der jüdischen Religion in der christlich dominierten Metropole Würzburg von 1100 bis in die Gegenwart findet eine eindringliche Darstellung.
Das Museum zeigt und erklärt außerdem die größte Hinterlassenschaft aus einem mittelalterlichen Judenfriedhof weltweit.

Freitag, 9. März 2018

„Nicht von jetzt, nicht von hier“
Einführung in Amichais großen Würzburg-Roman mit Dr. Hans Steidle
19.30 Uhr, Gemeindebücherei Waldbüttelbrunn
August-Bebel-Str. 51
Eintritt frei

Samstag, 10. März 2018

Das entscheidende Sowohl-als-auch
Schreibworkshop mit M.A. Gerriet Harms
15 bis 18 Uhr, 20nach, Burkarderstr. 9
Teilnahmegebühr 12 €, Anmeldung unter 20nach@posteo.de
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Joel, der Held in Amichais Roman, kann sich nicht entscheiden, ob er in die Stadt seiner Kindheit zurückkehren soll oder in seiner Heimatstadt bleiben. Amichai lässt ihn beides tun: fahren UND bleiben. In der Literatur ist das möglich. Wir nehmen die Anregung auf und erproben schreibend Entscheidungsmöglichkeiten, die uns das Leben bietet: den Job wechseln UND nicht wechseln, ein Haus bauen UND keines bauen usw. Im offenen Schreibprozess können sich Lösungen ergeben, die wir vorher gar nicht gesehen haben, und das anfängliche Sowohl-als-auch löst sich auf in den nächsten Schritt, der zu tun ist. – Vorerfahrungen im Schreiben sind für die Teilnahme nicht erforderlich.

Sonntag, 11. März 2018

Spurensuche nach der Stadt Jehuda Amichais
Führung mit Dr. Hans Steidle am Weltgästeführertag
11 Uhr, Treffpunkt: Rathaus
Teilnahme kostenlos, ohne Anmeldung, Dauer ca. 60-75 Minuten
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Es werden Orte in der Würzburger Altstadt aufgesucht, die in der Kindheit Jehuda Amichais eine Rolle spielten und in seinem Roman poetisiert und fiktionalisiert wurden. So finden wir frühere Schichten unserer Stadt.

Dienstag, 13. März 2018

Lyrik zwischen Lust und Leid 
Hans D. Amadé Esperer liest und kommentiert neu von ihm übersetzte Liebesgedichte von Jehuda Amichai 
20 Uhr, Buchhandlung Neuer Weg
, Sanderstr. 23-25
Eintritt frei

Mittwoch, 14. März 2018

Der Würzburg-Roman Jehuda Amichais und seine Gedichte
Lesung mit anschließendem Gespräch
19.30 Uhr, Martin-Luther-Saal der Martin-Luther-Kirche
Von-Luxburg-Straße 2
Eintritt frei

Samstag, 17. März 2018

„Nicht von jetzt, nicht von hier“ für die Bühne
Lesung zum Mitreden
19.30 Uhr, Martinshof, Kirchplatz 2, Randersacker
Eintritt 8 €, Max. 20 Teilnehmer, Anmeldung bis 3 Tage vorher unter 20nach@posteo.de bzw. Tel. 0171/93 454 97
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Auch diejenigen, die Amichais Buch bisher nicht kennen, sollen mitreden können: In entspannter Atmosphäre lesen wir gemeinsam ausgewählte Szenen einer Bühnenfassung des Romans und diskutieren, wie sie auf der Bühne aussehen könnten. Den Abend moderiert die Autorin Gerriet Harms.

Dienstag, 20. März 2018

Film: „Ferne Klänge“ mit Einführung von Prof. Kolja Lessing
D 2008, Dokumentarfilm
18.30 Uhr, Central im Bürgerbräu
Eintritt 7,50 €, erm. 6,50 €, Reservierung unter www.central-bb.de

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Seit vielen Jahren erforscht Kolja Lessing, Geiger, Pianist und Professor an der Stuttgarter Musikhochschule, die Biografien von Musikern, die im Berlin der 1920er Jahre Komposition studierten. Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, wurden viele der jungen Musiker in die Emigration gezwungen. Lessing spürt den vergessenen Lebenswegen nach und präsentiert die Werke der einst Exilierten weltweit als Geiger und Pianist. Er spricht über die Musik und ihre Schöpfer, interviewt heute noch lebende Künstler, beschreibt Lebenswege, erzählt Geschichten von Flucht und Exil. Der Film beginnt in Berlin, bewegt sich weiter nach Osteuropa und endet in Israel, das so manchem Komponisten eine neue Heimat bot – eine Reise in eine faszinierende Welt voller Schönheit, Kraft, Vielfalt und Visionen.

Samstag, 24. März 2018

Nicht von jetzt, doch von hier – Der Ort meiner Väter
Lesung mit Rainer Appel, musikalisch begleitet von Rainer Schwander und Heinrich Filsner
20 Uhr, Giebelstadt-Bibliothek (bei erhöhtem Andrang im Kartoffelkeller)
Eintritt 10 € / ermäßigt 7 €, Reservierungen unter 09334/99917
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Wer war Ludwig Pfeuffer? Und wer wurde er?
Noch vor Beginn der Aktionstage „Würzburg liest ein Buch“ hat der Kulturverein Giebelstadt den Schauspieler Rainer Appel eingeladen, eine spezielle Zusammenfassung von Jehuda Amichais Würzburgroman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ im Ort seiner Vorväter zu präsentieren. Für das Giebelstädter Programm wird speziell eine Musik erarbeitet, deren Instrumentierung allein schon Aufregendes verspricht: Tuba, Tenor-Sax, Klarinette, Akkordeon. Verantwortlich für diese Bereicherung zeichnen Rainer Schwander aus Veitshöchheim und Heinrich Filsner aus Fürth.
Natürlich werden darüber hinaus auch einige von Amichais weltbekannten Gedichten rezitiert.

Sonntag, 25. März 2018

Führung über den jüdischen Friedhof Allersheim
Kopfbedeckung für Männer und festes Schuhwerk erforderlich.
14 Uhr Jüdischer Friedhof Allersheim, Seebachweg, Giebelstadt-Allersheim
Unkostenbeitrag 5 €, Anmeldung unter f.langeworth@gmx.de
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„So viele Grabsteine sind in der Vergangenheit meines Lebens verstreut“. Dies schrieb Jehuda Amichai in seinem Gedicht „Luxus“. Seine Vorfahren väterlicherseits sind auf dem Bezirksjudenfriedhof Allersheim begraben. Friederike Langeworth, die Archivarin des Markts Giebelstadt, führt über den Friedhof und erzählt Wissenswertes aus der Geschichte der Juden in Franken.
Die Familie Pfeuffer, die seit spätestens der Mitte des 18. Jahrhunderts in Giebelstadt ansässig war, ist ein typisches Beispiel für das fränkische Landjudentum, das sich seit der Vertreibung aus dem Hochstift Würzburg vor allem in den kleineren Herrschaften ansiedeln konnte. Der Bezirksjudenfriedhof Allersheim wurde ab 1665 errichtet und zeigt heute auf 1,6 Hektar noch fast 2000 Grabsteine von mehr als 20 jüdischen Gemeinden. Anhand dieser steinernen, kultur- und kunstgeschichtlichen Zeugnisse können 350 Jahre jüdischer Geschichte vom Main bis zur Tauber gezeigt werden.

Mittwoch, 28. März 2018

„Jehuda Amichai: Gedichte“ – Buchvorstellung
mit dem Herausgeber und Übersetzer Hans D. Amadé Esperer
und der Aufführung des Musikstückes „che questo è stato“ für Vibraphon und CD des Würzburger Komponisten Klaus Hinrich Stahmer, dargeboten von der Vibraphonistin Evgeniya Kavaldzhieva
19 Uhr, Dauthendey-Saal im Falkenhaus
Eintritt frei

Dienstag, 3. April 2018

Poesie beim Dämmerschoppen
Jehuda Amichais Gedichte, gelesen und interpretiert vom Übersetzer Hans D. Amadé Esperer
17 Uhr, Ratskeller Würzburg, in der „Kapelle“
Eintritt frei

Samstag, 7. April 2018

Das entscheidende Sowohl-als-auch
Schreibworkshop mit M.A. Gerriet Harms 
15 bis 18 Uhr, 20nach, Burkarderstr. 9
Teilnahmegebühr 12 €, Anmeldung unter 20nach@posteo.de
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Joel, der Held in Amichais Roman, kann sich nicht entscheiden, ob er in die Stadt seiner Kindheit zurückkehren soll oder in seiner Heimatstadt bleiben. Amichai lässt ihn beides tun: fahren UND bleiben. In der Literatur ist das möglich. Wir nehmen die Anregung auf und erproben schreibend Entscheidungsmöglichkeiten, die uns das Leben bietet: den Job wechseln UND nicht wechseln, ein Haus bauen UND keines bauen usw. Im offenen Schreibprozess können sich Lösungen ergeben, die wir vorher gar nicht gesehen haben, und das anfängliche Sowohl-als-auch löst sich auf in den nächsten Schritt, der zu tun ist. – Vorerfahrungen im Schreiben sind für die Teilnahme nicht erforderlich.

Sonntag, 8. April 2018

Film: The Cementary Club
IL 2006, Dokumentarfilm
11 Uhr, Central im Bürgerbräu
Eintritt € 7,50, erm. 6,50 €, Reservierung unter www.central-bb.de
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Nationalfriedhof Mount Herzl in Jerusalem. Jeden Samstagmorgen die gleiche Prozession: Ausgerüstet mit Plastik-Klappstühlen und Essensboxen zieht eine Gruppe älterer Menschen am Grabstein des Wegbereiters des politischen Zionismus vorbei, um es sich unter dem Schatten einer ausladenden Pinie bequem zu machen. Die „Mount Herzl Academy“ tagt. Fünf Jahre lang hat die Regisseurin Tali Shemesh die Gruppe begleitet, deren Zweck, neben der Diskussion kultureller und zeitgeschichtlicher Themen, laut Satzung darin besteht, der Vereinsamung im Alter vorzubeugen.

Führung durch das Jüdische Museum Shalom Europa
Prof. Dr. Dr. Karlheinz Müller führt durch das Museum der Jüdischen Gemeinde Würzburg und Unterfranken.
14 Uhr, Jüdisches Museum Shalom Europa, Valentin-Becker-Str. 11
Museums-Eintritt 3 € / ermäßigt 2 €, Eintritt frei für Kinder bis 10 Jahre
Eine Anmeldung ist nur für Gruppen erforderlich unter Tel: 0931/4041441.
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Im Museum Shalom Europa stellt die Jüdische Gemeinde in Würzburg ihre Religion aus. Jüdische und nichtjüdische Besucher sind eingeladen, sich des Kanons Jüdischer Grundwerte zu vergewissern oder ihn authentisch kennenzulernen: die Schriftliche und die Mündliche Tora, Schabbat, Kalender, Alltag und Feste, Tod und Trauer. Aber auch die Geschichte der jüdischen Religion in der christlich dominierten Metropole Würzburg von 1100 bis in die Gegenwart findet eine eindringliche Darstellung.
Das Museum zeigt und erklärt außerdem die größte Hinterlassenschaft aus einem mittelalterlichen Judenfriedhof weltweit.

Montag, 9. April 2018

  
Bilder und Texte zu Leben und Werk von Jehuda Amichai

9. bis 29. April 2018 in der Universitätsbibliothek am Hubland, 1. und 2. Stock
Auf 19 großformatigen Plakaten präsentiert die Ausstellung, die von Rosa Grimm und Daniel Osthoff zusammengestellt wurde, vor allem Fotos aus Familienbesitz und beschreibt – mit ausgewählten Texten garniert – die Kindheit, Auswanderung und spätere Besuche des bereits als Dichter arrivierten Amichai in Würzburg.
Eintritt frei

Jerusalem – politischer und religiöser Zankapfel

Vortrag von Matthias Hoffmann über die Heimatstadt Jehuda Amichais
19 Uhr, VHS, Münzstraße, Zimmer 33
Eintritt 13 €, Anmeldung mit Kursnummer 13044sg unter info@vhs-wuerzburg.de 
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Die Stadt Jerusalem war in der Geschichte oftmals von den verschiedenen Religionen heiß umkämpft. Die geschichtlichen Ereignisse sind bis heute in der Stadt sichtbar. Zu den religiösen Auseinandersetzungen kommen noch politische hinzu. Die Konflikte zwischen Israelis und Palästinensern sind vielschichtig und historisch aufgeladen. Eines der ungelösten Probleme ist der Status von Jerusalem, das beide Seiten als Hauptstadt beanspruchen. Daneben sorgt auch die israelische Siedlungspolitik auf palästinensischem Boden für Zündstoff. Der Vortrag des Historikers und Orientalisten Matthias Hoffmann beleuchtet die Konflikte, die Jerusalem, den zweiten Schauplatz des Romans „Nicht von jetzt, nicht von hier“, bis heute prägen.

Dienstag, 10. April 2018

„Nicht von jetzt, nicht von hier“ – Gespräch über ein Buch
mit Dr. Sigrid Mahsberg und Peter Langer
19.30, Foyer des Kolping-Center Mainfranken,
Kolpingplatz 1
Eintritt frei
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Schon der facettenreiche Titel des Buches von Jehudi Amichai lädt zum Nachdenken ein. Im Gespräch unter Einbeziehung einzelner Textstellen und durch Impulse aus Werken anderer Autoren nähern wir uns gemeinsam der Thematik des „Fremdseins in Zeit und Raum“ an. Für schöpferische Denkpausen sorgt musikalische Begleitung.

Mittwoch, 11. April 2018

Götter wechseln, Gebete bleiben
Hans D. Amadé Esperer spricht über Jehuda Amichai als „Psalmisten des 20. Jahrhunderts“ und trägt Texte aus dem Lebenswerk vor.
19.30 Uhr, Evangelische Studentengemeinde, Friedrich-Ebert-Ring 27 b
Eintritt 3 €
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Als eine der wichtigsten lyrischen Stimmen des 20. Jahrhunderts bringt Jehuda Amichai in seinen Gedichten die großen Lebensthemen Liebe und Eros, Verlust und Vertreibung zur Sprache – und immer wieder die Schrecken der Shoah und die Frage nach Gott. Viele Gedichte nehmen Geschichten und Gebete der Thora und der Psalmen auf. In seinem Nicht-Credo schreibt er: „In den Mühen meines Lebens wurde ich / ein Sprachhindernis: Es ist schwer / für IHN, in mir seine Welt zu preisen.“
Der Übersetzer Hans D. Amadé Esperer liest und kommentiert von ihm übertragene Gedichte und Erzählungen aus dem Lebenswerk von Jehuda Amichai und steht zu Auskünften und Aussprache bereit.

Donnerstag, 12. April 2018

Von der Rache zur Strafe – ein Streifzug durch die Geistesgeschichte
Vortrag von Prof. Dr. Eric Hilgendorf, eine Veranstaltung der Juristen Alumni Würzburg
18 Uhr, Alte Universität, Domerschulstr. 16, HS 2
Eintritt frei

Das Motiv von historischer Rache und Gerechtigkeit in „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Vortrag von Dr. Hans Steidle, eine Veranstaltung der Juristen Alumni Würzburg
19 UhrAlte Universität, Domerschulstr. 16, HS 2
Eintritt frei
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Der große Roman des israelischen „Nationalpoeten“ Jehuda Amichai spielt in der 1930er und 1950er Jahren in Jerusalem und Würzburg. Es geht um den israelischen Archäologen Joel, der in einer Lebenskrise zu wählen hat zwischen der Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit, mit der Shoah und der zerstörten Stadt der Kindheit, und dem Versuch, in einer großen Liebe in Jerusalem seine Identitätskrise zu bewältigen. Um seine Rückkehr nach Weinburg zu rechtfertigen, will Joel die Ermordung der Kindheitsfreundin Ruth an den schuldigen Tätern rächen. Im Verlauf der Irrwege durch die zerstörte Stadt der Kindheit verschwimmt das Rachemotiv zugunsten der Frage nach Gerechtigkeit und der Trauer. Amichai nahm mit dem Rachemotiv eine für die jüdische Nachkriegszeit wesentliche Frage nach der Vergeltung oder der Bestrafung für die Shoah und die Täter auf und fand eine sehr differenzierte Perspektive zwischen den Forderungen und Wünschen nach Erinnern und Vergessen.

Annäherung „Ludwig Pfeuffer – Jehuda Amichai“
Franz Ziegler und Michael Schurr lesen Texte von und über den bekannten israelischen Autor.
20 Uhr, Nachtwächter-Stüble, Plattnergasse 5
Eintritt frei, Spenden gehen an die Kulturtafel und Perlmut(t) (Projekt der Johanniter Würzburg zugunsten von traumatisierten Kindern), Anmeldung unter info@wuerzburger-nachtwaechter.de

Freitag, 13. April 2018

Nicht von jetzt –  doch von hier
Rezitation mit Musik, mit Rainer Appel, Rainer Schwander und Heinrich Filsner
20 Uhr, Gedenkstätte Synagoge Wenkheim,  Breite Straße 7, 97956 Werbach-Wenkheim
Eintritt 9 €, Anmeldung unter selmawenk@gmx.de

Samstag, 14. April 2018

„Nicht von jetzt, nicht von hier“
 Wohnzimmerlesung mit der Schauspielerin Edith Abels
19 Uhr, in der Wohngemeinschaft, Zum Abtsrain 2, 97256 Geroldshausen-Moos
Anmeldung unter amamra@julis.de oder 015785967879

„Nicht von jetzt, nicht von hier“ für die Bühne
Lesung zum Mitreden
19.30 Uhr, Martinshof, Kirchplatz 2, Randersacker
Eintritt 8 €, Max. 20 Teilnehmer, Anmeldung bis 3 Tage vorher unter 20nach@posteo.de bzw. Tel. 0171/93 454 97
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Auch diejenigen, die Amichais Buch bisher nicht kennen, sollen mitreden können: In entspannter Atmosphäre lesen wir gemeinsam ausgewählte Szenen einer Bühnenfassung des Romans und diskutieren, wie sie auf der Bühne aussehen könnten. Den Abend moderiert die Autorin Gerriet Harms.

Sonntag, 15. April 2018

Führung durch das Jüdische Museum Shalom Europa
Prof. Dr. Dr. Karlheinz Müller führt durch das Museum der Jüdischen Gemeinde Würzburg und Unterfranken.
14 Uhr, Jüdisches Museum Shalom Europa, Valentin-Becker-Str. 11
Museums-Eintritt 3 € / ermäßigt 2 €, Eintritt frei für Kinder bis 10 Jahre
Eine Anmeldung ist nur für Gruppen erforderlich unter Tel: 0931/4041441.
Hier klicken für weitere Informationen

Im Museum Shalom Europa stellt die Jüdische Gemeinde in Würzburg ihre Religion aus. Jüdische und nichtjüdische Besucher sind eingeladen, sich des Kanons Jüdischer Grundwerte zu vergewissern oder ihn authentisch kennenzulernen: die Schriftliche und die Mündliche Tora, Schabbat, Kalender, Alltag und Feste, Tod und Trauer. Aber auch die Geschichte der jüdischen Religion in der christlich dominierten Metropole Würzburg von 1100 bis in die Gegenwart findet eine eindringliche Darstellung.
Das Museum zeigt und erklärt außerdem die größte Hinterlassenschaft aus einem mittelalterlichen Judenfriedhof weltweit.

„Jetzt.Hier.“
Infinite Monkey – Offene Lesebühne 
19 Uhr, Wunschlos Glücklich, 
Bronnbachergasse 22r
Eintritt frei

Montag, 16. April 2018

Jehuda Amichais Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“: Dichtung und Wirklichkeit
Vortrag und Bild-Dokumentation von Roland Flade
Eine Veranstaltung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Würzburg
20 Uhr, David-Schuster-Saal des Shalom Europa, Valentin-Becker-Straße 11
Eintritt frei
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In seinem Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ verwebt der Würzburger Kulturpreisträger Jehuda Amichai kunstvoll verschiedene Handlungsebenen: seine Kindheitserlebnisse in Würzburg bis zur Emigration nach Palästina 1935, einen Besuch in der Geburtsstadt im Jahr 1959 und eine Liebesgeschichte, die in Jerusalem spielt. Roland Flade, der sich intensiv mit der Geschichte der Würzburger Juden befasst hat, erläutert in seinem mit vielen Fotos illustrierten Vortrag, wo Amichai sich eng an die historischen, selbst erlebten Fakten hält und wo er seiner poetischen Phantasie Raum gibt.

Dienstag, 17.April 2018

Listen to Yehuda
O-Ton einer englisch- und hebräischsprachigen Lesung Jehuda Amichais aus seinem lyrischen Werk von 1980 mit deutscher Übersetzung, gelesen von Claudia Neuenzeit
19.30 Uhr, Buchhandlung Knodt, Textorstraße 4
Eintritt frei, Anmeldung unter info@knodt.de
Hier klicken für weitere Informationen

Am 19.November 1980 war Jehuda Amichai eingeladen, vor Studenten der University of Arizona aus seinem lyrischen Werk zu lesen und es zu kommentieren. Der Abend präsentiert Ausschnitte der Vorlesung, ergänzt um eine  deutschsprachige Lesung der Gedichte von Claudia Neuenzeit.

Mittwoch, 18. April 2018

Präsentation der Beiträge zum Schulwettbewerb
18. bis 27. April 2018 im Amtsgericht, Ziviljustizzentrum, Ottostr. 5
Eintritt frei

„Auch eine Faust war einmal eine offene Hand“
Gedichte und Erzählungen von Jehuda Amichai, gelesen und kommentiert von Hildegard Poschet
16.30 Uhr, Seniorenwohnstift Sanderau der Stiftung Bürgerspital, Königsbergerstraße 1
Eintritt frei

„Nicht von jetzt, nicht von hier“
Martin Menner liest aus Jehuda Amichais Roman
19 Uhr, Bücherei im Lagerhaus,  
Rimparer Straße 20, Güntersleben
Eintritt im Vorverkauf 9 € / Abendkasse 10 €, Anmeldung bei Erne Odoj erne.odoj@freenet.de,
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Die Volkshochschule, die Bücherei und der Kulturkreis Güntersleben laden zur Lesung von Schauspieler Martin Menner, der  Ausschnitte aus dem Roman zum Klingen bringen und damit auch ein Stück  der deutsch-jüdischen Vergangenheit in den Fokus rücken wird.

Lohr liest mit: Spuren- und Lebensläufe jüdischer Mitbürger
Lesung aus „Nicht von jetzt, nicht von hier“, Vorträge und Konzert mit Dr. Wolfgang Vorwerk und Pfarrer Sven Johannsen, musikalisch begleitet von Gerhard Kunkel und dem Saxophonquartett
Organisiert von der Kulturinitiative, dem Geschichtsverein und der Musikschule Lohr
19.30 Uhr, Alte Turnhalle, 
Gärtnerstraße 2, Lohr am Main
Eintritt 3 €

Donnerstag, 19. April 2018

Festakt zu „Würzburg liest ein Buch“ 2018
Musikalische Umrahmung: Richard Verna, Cello, Würzburger Kulturförderpreis 2017
Jehuda Amichais „Nicht von jetzt, nicht von hier“ steht im Mittelpunkt der dritten Lese-AktionDer Schauspieler Rainer Appel moderiert den offiziellen Eröffnungsabend. Er unterhält sich mit den beiden Schirmherren OB Christian Schuchardt und Dr. Josef Schuster, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Würzburg.
Ehrengast Hana Amichai spricht über ihren Mann, ein Amichai-Gedicht wird zweisprachig gelesen von seinen Kindern Emanuella und David. Die Schirmherren verleihen im festlichen Rahmen die Preise des Schulwettbewerbs.
20 Uhr, Stadtbücherei Würzburg
Der Festakt ist leider schon ausverkauft! 

Würzburg liest ein Buch – Ochsenfurt liest mit
Edda Braun und Leander Sukov lesen: „Nicht von jetzt, nicht von hier“
19 Uhr, Kemenate, Kolpingstr. 10, Ochsenfurt
Eintritt frei

Freitag, 20. April 2018

Lohr liest mit: Erinnerungen an Jüdisches Leben
Das Franz-Ludwig-von-Erthal Gymnasium in Lohr zeigt, liest, hört, spielt und reflektiert jüdische Heimat Unterfranken. Mit Vorträgen von Ingrid Sontag und Katharina Imgrund
10.30 Uhr, Aula des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium, Nägelseestraße 8, Lohr am Main
Eintritt frei

Jehuda Amichai – ein in Würzburg geborener deutsch-israelischer Lyriker
Kulturhistorischer digitaler Bildvortrag von Willi Dürrnagel
14.30 Uhr, Matthias-Ehrenfried-Haus
Eintritt 2,50 €
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Die Aktionswoche „Würzburg liest ein Buch 2018“ will Israels größten und mehrfach für den Literaturnobelpreis nominierten Lyriker würdigen: Yehuda Amichai, 1924 in Würzburg als Ludwig Pfeuffer geboren, 1934 vor den Nationalsozialisten nach Palästina emigriert, 2000 dort verstorben. Der Referent wird mit Archivbildern einen Überblick über das Leben und Werk Jehuda Amichais geben. Sein autobiografischer Erinnerungsroman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ wird vorgestellt. Der Autor setzt sich in seinem Buch mit der Spannung zwischen den Identitäten als Deutscher und Jude auseinander. Vertreter verschiedener Generationen werden zum Schluss ausgewählte kurze Passagen aus dem Buch vortragen.
Referent: Willi Dürrnagel, Stadtrat und andere.

Hier und jetzt – ein Nachmittag mit dem Dichter
von und mit Charlotte Breyer
15 Uhr, Cafeteria der „Miravilla“
, Seniorenanlage am Hubland, Hackstetterstraße 4
Eintritt frei
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In seinem Buch „Nicht von jetzt und nicht von hier“ reist Jehuda Amichai als der Archäologe Joel in seine Heimatstadt, um seiner Kindheitsfreundin Ruth zu gedenken. Dabei führt ihn sein Weg auch in das Jüdische Altersheim, wo er seine Tante Henriette und andere Bewohner besucht. Charlotte Breyer liest Textstellen, die zeigen, mit wie viel Empathie der Dichter auf alte Menschen blickt, sie spricht über  Amichais Leben und erzählt von einer Begegnung mit ihm und seiner Frau Channah anlässlich eines Interviews im Jahr 1997.

„Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung mit Fabian Breitenberger
15.30 Uhr, Seniorenheim Hueberspflege der Stiftung Bürgerspital,
Kapuzinerstraße 4
Eintritt frei

Die Ritaschwester Elisabeth Wenzel in Jehuda Amichais Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Vortag von Roland Flade
16 Uhr, Mutterhaus der Ritaschwestern, 
Friedrich-Spee-Straße 32
Öffentlich, Eintritt frei
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Ab 1921 wirkte die Ritaschwester Elisabeth Wenzel, eine staatlich anerkannte Krankenpflegerin, im jüdischen Krankenhaus in der Dürerstraße. Von allen Ritaschwestern war sie am längsten und am intensivsten mit den Würzburger Juden verbunden. Im Februar 1942 musste sie auf Befehl der Gestapo die Einrichtung verlassen, doch kehrte sie im Sommer 1945 in das Altersheim zurück und blieb bis kurz vor ihrem Tod im Sommer 1960. Bei seinem Würzburg-Besuch lernte Jehuda Amichai Elisabeth Wenzel kennen. Sie spielt eine wichtige Rolle in seinem Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“.

Vorleseabend „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung mit anschließendem Gespräch
18 Uhr, Katholische öffentliche Bücherei Unterpleichfeld,
Hauptstraße
Eintritt frei

Eisenheim liest mit: „Nicht von jetzt, nicht von hier“
gelesen von Schauspielerin Edith Abels
19 Uhr, Ratsstube des historischen Rathauses Untereisenheim, Rathausgässchen
Eintritt frei

Jehuda Amichai – ein Würzburger Kulturpreisträger

Digitaler Lichtbildervortrag von Willi Dürrnagel
19 Uhr, Liborius-Wagner-Bücherei,
Kardinal-Döpfner-Platz 5
Eintritt frei, Spenden willkommen
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Würzburg liest ein Buch 2018. Diesmal steht  Jehuda Amichai mit seinem Buch „Nicht von jetzt, nicht von hier“ im Mittelpunkt. Jehuda Amichai, 1924 in Würzburg geboren und aufgewachsen wurde mehrmals zum  Literaturnobelpreis vorgeschlagen. Er erhielt auf Antrag von Willi Dürrnagel den Würzburger Kulturpreis und eine Straße in Würzburg wurde, auch auf Antrag von Willi Dürrnagel, nach ihm benannt. Stadtrat Willi Dürrnagel präsentiert einen digitalen Lichtbildervortrag zum Leben und Werk Jehuda Amichais. Die Teilnahme ist kostenfrei, Spenden zur Unterstützung der Liborius-Wagner-Bücherei sind natürlich gerne gesehen.

Jehuda Amichai: „Nicht von jetzt, nicht von hier“ 
Einführung in den Roman von Dr. Hans Steidle, musikalisch begleitet vom Schwander-Goltz-Duo
19.30 Uhr, VHS, Münzstraße, Textraum (3.Stock)
Eintritt 17 €, Anmeldung mit Kursnummer 71152sg unter info@vhs-wuerzburg.de
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Dr. Hans Steidle führt an prägnanten Textstellen in den faszinierenden Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ ein, der auch wichtige Stationen im Leben des Autors spiegelt.
Das bekannte Schwander-Goltz-Duo wird mit Musikstücken vorrangig aus dem jüdischen Kulturraum die Phantasie und die Erlebnisse vertiefen. Für weiteren Genuss werden Wein und Wasser gegen einen Unkostenbeitrag angeboten.

„Nicht von jetzt, nicht von hier“
Musikalische Lesung in dramatisierter Form von Erhard Drexler und dem Klezmerquintett „Clarinobrass“
20 Uhr, Theater am Neunerplatz, Adelgundenweg 2a
Eintritt frei, Spenden willkommen, Reservierung unter www.neunerplatz.de
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In dieser musikalischen Lesung mit sechs SchauspielerInnen und fünf MusikerInnen stellen sich die Hauptfiguren des Romans persönlich vor, tauchen ein in das Geschehen und beleben den Roman von Jehuda Amichai. Landschaften und Orte machen auf sich aufmerksam und erheben die Stimmen. Die beschriebene Wirklichkeit wird immer unwirklicher, selbst die Grenze zwischen Leben und Tod verschwimmt mit den Sprüngen durch Raum und Zeit.
Die Musik lehnt sich an die Orte, die Stimmungen und die Ereignisse an, begleitet so die Protagonisten auf ihren zweigeteilten Wegen durch diesen Sommer.
Es lesen:
Annette Patrzek, Anne Hansen, Charlotte Emigholz, Bodo Koch, Hermann Drexler, Jörg Ewert
Es musizieren:
Anja Thomas (Bassklarinette), Caro Vollmuth (Klarinette), Monika Wendel (Bariton), Erhard Drexler(Klarinette), Martin Schauer (Trompete)

Samstag, 21. April 2018

Readers‘ Corner „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 12.45 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Lesung mit Aussicht beim Bayerischen Rundfunk
mit Eberhard Schellenberger, Gisela Schmidt und Wolfgang Salomon
13 Uhr im BR-Hochhaus, Newsroom, Max. 20 Teilnehmer, Teilnehmerzahl erreicht, es kann leider nicht mehr reserviert werden.

Poetryslam-Workshop mit Pauline Füg
14 bis 18 Uhr, Jugendkulturhaus Cairo
Teilnahme kostenfrei, unterstützt von „Demokratie leben!“ 
Fragen und Anmeldungen an fg.pauline@gmail.com
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Du hast Lust, mal was Anderes zu machen? Du bist kreativ oder möchtest es gerne werden?
Du hast Lust, mit Sprache zu spielen? Du interessierst dich für die Welt und die Menschen?
Du möchtest deine Gedanken in Worte fassen und am liebsten von einer Bühne ins Publikum flüstern oder schreien? Du hast Lust auf Neues, magst andere Jugendliche kennenlernen?
Die Perspektive wechseln? Gedichte von Jehuda Amichai hören? Eigene Gedichte und Geschichten erzählen?
Was haben die Anderen zu sagen, brüllen, wispern?
Von der ersten Idee bis zum fertigen Text und zur Performance auf der Bühne geben wir dir Tipps und Tricks.
In einer gemütlichen Gruppe mit Gleichgesinnten wirst Du von der Profi-Poetry Slammerin Pauline Füg beim Verfassen von Gedichten und Geschichten begleitet. Dabei nimmst du die Blickwinkel anderer AutorInnen
ein.
Im Workshop darfst du dir dann auch überlegen, ob du abends selber beim Poetry Slam auf der Bühne stehen willst oder lieber vom Publikum aus den anderen lauschst.
Wir freuen uns auf dich!

Spurensuche in der Altstadt
Stadtführung mit Dr. Hans Steidle auf den Spuren Amichais mit anschließender Lesung von Dr. Hans-Jörg Ewert im Haus Domerschulstraße 13, in dem sich das Posamentengeschäft des Vaters befand.
15 Uhr, Treffpunkt: Amtsgericht, Ottostraße, Haupteingang
Teilnahmegbühr 5 €, höchstens 25 Personen, Anmeldung unter hansrsteidle@web.de 
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Die Zeit der Kindheit Amichais um 1930 wird im Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ ebenso in die Irrgänge des Protagonisten Joel integriert wie die Nachkriegszeit. Es werden Orte aufgesucht, die in der Kindheit Amichais eine Rolle spielten, in seinem Roman poetisiert wurden und durch Romanstellen und Fotografien erläutert werden. So finden wir historische und literarische Schichten im Zentrum Würzburgs, wo der Autor als Ludwig Pfeuffer nahe am Rathaus geboren wurde und wo er in der Domerschulstraße die Schule besuchte und in die Synagoge ging. Anschließend (um ca. 16.15 Uhr) werden im Gebäude des ehemaligen Ladengeschäfts der Familie Pfeuffer in der Domerschulstraße 13, dem heutigen Institut für Musikforschung, von Dr. Hans Jörg Ewert Ausschnitte aus dem Roman gelesen und Bilder von erzählten Schauplätzen gezeigt.

Wolf-Dietrich Weissbach Fotografische Impressionen aus Jerusalem
Vernissage der Ausstellung vom 22. April bis 11. Mai 2018
17 Uhr, Galerie Professorium im Malerfürstentum Neu-Wredanien
, Innere Aumühlstraße 15 – 17
Eintritt frei

Perspektivenwechsel – Junge Menschen antworten auf Amichais Lyrik
U-20 Poetry Slam moderiert von Pauline Füg
19 Uhr, Jugendkulturhaus Cairo
Eintritt frei, unterstützt von „Demokratie leben!“

„Nicht von jetzt, doch von hier“
Rezitation mit Rainer Appel
19 Uhr, Kunsthaus Michel, Semmelstraße
Eintritt 8 €, ohne Anmeldung

Sonntag, 22. April 2018

VIELsprachig – Jehuda Amichais Werke in der Universitätsbibliothek Würzburg
Sonderführung mit Eva Pleticha-Geuder durch die europaweit größte Sammlung von Büchern Jehuda Amichais und deutsch/hebräische Lesung seiner Gedichte
10.30 bis 12 Uhr, Zentralbibliothek am Hubland, Treffpunkt: Informationstheke
Eintritt frei
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Der deutsch-israelische Lyriker Jehuda Amichai schrieb als einer der ersten auch in hebräischer Umgangssprache. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt. Die europaweit größte Sammlung an Schriften Amichais befindet sich in der Universitätsbibliothek Würzburg. In einer Werkschau mit hebräischen Originalausgaben und zahlreichen Übersetzungen, mit schlichten Textausgaben, aber auch schönen Fotobänden und anspruchsvollen graphischen Arbeiten haben Sie Gelegenheit, dem sprachgewaltigen Oeuvre Amichais ein Stück näher zu kommen!
Begleitet wird die Sonderführung von einer Lesung der Gedichte Jehuda Amichais mit Amadé Esperer und Rivka Shahaf-Scherpf. Hans D. Amadé Esperer hat in seiner jüngsten Publikation eine Auswahl an Gedichten Amichais aus dem Hebräischen übersetzt. Er trägt die neuhochdeutschen Übersetzungen im Wechsel mit Rivka Shahaf-Scherpf vor, die die Gedichte im hebräischen Original lesen wird.

Jehuda Amichai, ein deutsch-jüdisches Dichterschicksal
VISITee-Lesung mit Israel Schwierz und Frank Stößel
11 Uhr, Central im Bürgerbräu
Eintritt 3,50 € für KinosaalAnmeldung erbeten unter frankstoessel@kabelmail.de

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Im Zentrum der Lesung steht der vergriffene Band: „Yehuda Amichai – Zwischen Würzburg und Jerusalem – Ein deutsch-jüdisches Dichterschicksal“. Bruno Rottenbach hatte die Texte 1981 für die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Würzburg zusammengestellt. Die beiden ehemaligen Lehrer Israel Schwierz und Frank Stößel tragen zur Einführung in Jehuda Amichais Lyrik dessen Interview mit der Jerusalem Post von 1978 vor. Darin erläutert der Dichter Einflüsse, Themen und Gestaltung seiner Dichtkunst so authentisch, so dass es keiner Einführung in die Auswahl der Gedichte bedarf, um das Schicksal des deutsch-jüdischen Dichters zu verstehen. Das Central-Kino ist mit induktiven Hörhilfen ausgerüstet und damit für Hörgeräteträger barrierefrei.

Yehuda Amichai – Poetry and life
presented by Emanuella, David and Hana Amichai
15 Uhr, Theater am Neunerplatz
Eintritt 5 €, Reservierung unter theater@neunerplatz.de

Jehuda Amichai „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung und Musik mit Dr. Hans Steidle und dem Duo Schwander-Goltz
18 Uhr, WeinKulturGaden, Kirchgasse 2, Thüngersheim
Eintritt 12 €,  Reservierung unter s.kaspers@thuengersheim.bayern.de
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Dr. Hans Steidle, Historiker, Autor und Stadtheimatpfleger liest prägende Romanstellen und führt in die Handlung ein. Das Duo Rainer Schwander und Bernhard von der Goltz vertieft durch traditionelle und aktuelle Musik vor allem aus dem jüdischen Kulturkreis die literarischen Eindrücke.
Die Lyrik  des in Würzburg geborenen israelischen Dichters (1924-2000) brachte ihm Weltruhm und fast einen Nobelpreis ein. Der „Klassiker der hebräischen Moderne“, der die neuhebräische Sprache poetisierte, schrieb 1963 einen großen Roman, „Nicht von hier, nicht von jetzt“, der in Würzburg und Jerusalem spielt. Der israelische Archäologe Joel befindet sich in einer Identitätskrise und steht vor der Wahl, in die deutsche Stadt seiner Kindheit und der Mörder seines Volkes zurückzukehren oder in Jerusalem die große Liebe zu finden. Auf der Odyssee durch „Weinburg“, zwischen Rache, Trauer und Sehnsucht schwankend, erinnert er sich an die zerstörte jüdische Gemeinde, konfrontiert sich mit der zerstörten und im Wiederaufbau begriffenen Stadt.

Film: Jehuda Amichai Programm – drei Interviews
„Ich verliere stets, auch wenn ich siege“ Gespräch mit Jehuda Amichai, von Karin Alles, Hessischer Rundfunk, 1993, englisch/deutsch
Holocaust Testimony von Jehuda Amichai aus dem Fortunoff Video Archive, Yale University, 1994, englisch, Rohfassung. Amichai wurde von Geoffrey H. Hartman und Benjamin Harshav befragt.
„Yehuda ist hier und jetzt“ Kurzfilm des Israelischen Fernsehens, 1982, hebräisch, mit deutschen Untertiteln.
18.30, Central im Bürgerbräu
Eintritt: 3,50 €, Reservierung unter www.central-bb.de

Montag, 23. April 2018

Readers‘ Corner „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 12.45 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

„Jetzt – hier! Für Toleranz und Menschlichkeit“
Ein Projekt von erLesen und der Josef-Grundschule Grombühl
Ausstellungseröffnung mit dem Chor der Josef-Grundschule unter der Leitung von Michael Reif-Schnaidt
13.30 Uhr, Buchhandlung Erlesen, Matterstockstraße 22
Eintritt frei
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Projektstart in der Josef-Grundschule Grombühl: 16.03.2018
Ausstellung in der Buchhandlung erLesen: 19.04. bis 29.04.2018
Ausstellungseröffnung: 23.04.2018, 13.30 Uhr mit einem musikalischen Rahmenprogramm des Chores der Josef-Grundschule unter der Leitung von Michael Reif-Schnaidt

Im Rahmen der diesjährigen Aktionstage „Würzburg liest ein Buch“ startet die Buchhandlung erLesen in Grombühl in Kooperation mit der Josef-Grundschule Grombühl am 16.03.2018 das Projekt „Jetzt – hier! Für Toleranz und Menschlichkeit“.
Am Beginn der Projektwochen wird der Leiter des Mainfrankenkreises, Herr Georg Götz, den Kindern der 3. und 4. Klasse der Josef-Grundschule von seinen persönlichen Erlebnissen am 16. März 1945, dem Tag der Zerstörung Würzburgs, erzählen. In den anschließenden Wochen werden die Kinder Selbstporträts mit Bildern und kurzen Texten, in denen sie sich in ihren Unterschiedlichkeiten, vor allem aber auch in ihren Gemeinsamkeiten darstellen. Die bis zu 100 Einzelbilder werden am Ende zur einer großen Collage zusammengefügt, die dann in der Buchhandlung erLesen in Grombühl ausgestellt wird.
Der Titel des Projektes „Jetzt – hier! Für Toleranz und Menschlichkeit“ lehnt sich an den Titel „Nicht von jetzt, nicht von hier“ von Jehuda Amichai an. Mithilfe des Projektes sollen die zentralen Themen des Buches Heimatlosigkeit und Zerrissenheit für Kinder im Grundschulalter zugänglich gemacht und in ihre Gegenwart geholt werden. Grombühl ist ein bunter Stadtteil, der von Vielfalt und Toleranz geprägt ist. In der Josef-Grundschule kommen Kinder verschiedenster Herkunftsländer und Religionen zusammen. Mit den Bildern soll der große Schatz visualisiert werden, den diese Unterschiedlichkeit für unsere Gesellschaft darstellt – und zugleich, wie viele Gemeinsamkeiten in dieser Vielfalt für unsere Gemeinschaft zu entdecken sind.

Reader’s Corner in der Buchhandlung Knodt
Schaufenster-Lesung aus Jehuda Amichais Werk
15 bis 17 Uhr, Buchhandlung Knodt, Textorstraße 4
Eintritt frei

‘Anders‘ sein in Würzburg und Umgebung – damals und heute
Ein Gespräch darüber, wie soziale Ausgrenzung, Diskriminierung, Verachtung, Vertreibung und Genozid damals begannen und heute beginnen
17 Uhr, Wärmestube der Christopherus Gesellschaft, Rüdigerstrasse 2
Eintritt frei
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Ein Gespräch darüber, wie es begann und wo es heute beginnt, was sich verändert hat und wo wir etwas verändern müssen.
Nicht nur für Menschen mit einer anderen Religion, anderer Herkunft, mit psychischen Erkrankungen oder sozialen Problemen.
Mit Menschen, die sagen können, wie Würzburg insbesondere im Umgang mit Menschen, die als „anders“ galten, in der Kriegs- und Nachkriegszeit war und wie es heute für sie ist.
mit
– Pfarrer Burkhard Hose, katholischer Studentenseelsorger, Ausländer- und Integrationsbeirat der Stadt Würzburg und Träger des Würzburger Friedenspreises
– Prof. Dr.  Marcel Romanos, Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Würzburg,
– Alois Hornung, Mitverfasser der Lengfelder Chronik und Kenner der regionalen Geschichte
und mit allen, die sich zu Wort melden wollen.
Moderation: Kerstin Celina, Mitglied des Bayerischen Landtags

Der beste Würzburgroman – Warum wir Amichais Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ lesen sollten.
Vortrag von Dr. Hans Steidle
19 Uhr, Wirsberg-Gymnasium, Musiksaal, Am Pleidenturm 16
Eintritt frei

Würzburg liest ein Buch – Theilheim liest mit
Wohnzimmerlesung bei Regina Frisch
19 Uhr, Theilheim, Randersackerstraße 6
Eintritt frei

Ludwig Pfeuffer (Yehuda Amichai) und Ruth Hanover – eine Kinderfreundschaft mit literarischem Nachhall
Texte: Ingrid Sontag und Elke Wagner, Arbeitskreis Stolpersteine, und Dr. Rotraud Ries, Johanna-Stahl-Zentrum
Musik: Tatjana Masurova
20 Uhr, Theater am Neunerplatz
Eintritt 10 € / ermäßigt 5 €, Reservierung unter Theater@neunerplatz.de
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Das Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte und der Arbeitskreis Stolpersteine stellen Ruth Hanover (Würzburg 1923 – Sobibor 1943) vor und lesen aus ihren Briefen, die sie aus Amsterdam an ihre Familie in den USA, in Palästina und in Argentinien schrieb. Anders als ihren Angehörigen gelang ihr die Emigration aus Europa nicht. Passagen Amichais über Ruth Mannheim im Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ werden dem gegenübergestellt. Als Symbol für die Opfer des Holocaust nimmt sie eine zentrale Rolle in dem Buch ein. Ausgehend vom Schicksal der Kindheitsfreundin Ruth Hanover ist ihre Biographie im Spannungsfeld zwischen Erinnerung und Fiktion konstruiert.

Dienstag, 24. April 2018

Film: Jehuda Amichai Programm – drei Interviews
„Ich verliere stets, auch wenn ich siege“
Gespräch mit Jehuda Amichai, von Karin Alles, Hessischer Rundfunk, 1993, englisch/deutsch
Holocaust Testimony von Jehuda Amichai aus dem Fortunoff Video Archive, Yale University, 1994, englisch, Rohfassung. Amichai wurde von Geoffrey H. Hartman und Benjamin Harshav befragt.
„Yehuda ist hier und jetzt“ Kurzfilm des Israelischen Fernsehens, 1982, hebräisch, mit deutschen Untertiteln.
10 Uhr, Central im Bürgerbräu
Eintritt: 3,50 €, Reservierung unter www.central-bb.de

Readers‘ Corner „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 12.45 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Passagenlesung – Vorlesen, Verweilen, Zuhören
Lesung an einem zentralen Ort von Amichais Roman, organisiert von der Bezirksgeschäftsstelle Würzburg des Handelsverband Bayern e.V., unterstützt von den Firmen Kupsch und Severin
14.30 bis 16.30, Dompassage
Eintritt frei
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Die Dompassage verbindet in einem Bogen die Domstraße mit der Augustinerstraße. Sie ist einer der zentralen Orte in Jehuda Amichais Würzburg-Roman. In ihr befindet sich das existentialistische Cafe, in dem der Ich-Erzähler die Veränderung seiner Geburtsstadt im Wirtschaftswunder der 50er Jahre reflektiert.
Es werden Roman-Passagen im Umfeld von Dompassage, Rathaus und Augustinerstraße gelesen.

„Das Schlimmste vergegenwärtigen“

Vortrag von Dr. Hans Steidle über die Annäherung an den Holocaust in Amichais Würzburg-Roman
17 Uhr, Amtsgericht, Ziviljustizzentrum, Ottostraße 5,
Eintritt frei, mit Eingangskontrolle
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Der große Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ des israelischen „Nationalpoeten“ Jehuda Amichai spielt in der 1930er und 1950er Jahren in Jerusalem und Würzburg. Es geht um den israelischen Archäologen Joel, der in einer Lebenskrise zu wählen hat zwischen der Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit, mit der Shoah und der zerstörten Stadt der Kindheit und der Versuch, in einer großen Liebe in Jerusalem seine Identitätskrise zu bewältigen. Der Holocaust, die Ermordung des eigenen Volkes, der eigenen Verwandten und Freunde ist das Schlimmste, was man, nach 1945 ein junger Jude und Israeli sich vorstellen konnten. Eine Schweigespirale schloss die konkrete Erinnerung an das Leben und Sterben in den Todesfabriken und Konzentrationslagern aus. Adorno warnte vor der Banalisierung der Shoah in der Kunst. Amichai geht einen sehr differenzierten Weg zwischen der Vergegenwärtigung der nicht von der Shoah betroffenen Menschen, der Erinnerung  der Opfer und Entkonkretisierung der Erinnerung  der Täter, die wie Suchscheinwerfer auf die immer noch schwer in Worte fassbare Shoah gerichtet sind.

Jehuda Amichai – der Poet aus Israel mit Wurzeln in Würzburg
Eine dramatisierte Lesung seines Romans „Nicht von jetzt, nicht von hier“
20 Uhr, Theater Ensemble Würzburg, Bürgerbräu, Frankfurter Straße 87
Eintritt 15 €, erm. 5 bzw. 10 €, Infos unter theater-ensemble@t-online.de
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Unter Verwendung von Ausschnitten aus dem Roman wurde eine gekürzte Fassung erarbeitet (Bearbeitung: Norbert Bertheau), die dennoch den Facettenreichtum der beiden Handlungsstränge lebendig werden lässt. Ergänzt wird die Lesung durch Gedichte des Autors und durch musikalische Einspielungen. Gestaltet wird das Projekt von Schauspielerinnen und Schauspielern des Theater Ensemble Würzburg.

Amichai bei Nacht
Nachtspaziergang zu Jehuda Amichais Roman mit dem Stadtheimatpfleger Dr. Hans Steidle
20 Uhr, Treffpunkt: Greisinghäuser, Neubaustraße 12
Kosten: 9 €, erm. 7 €
Anmeldung bis 20.4.2018 unter 0931/321750 oder www.schroeder-haus.de
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Jehuda Amichai, der Begründer der israelischen Lyrik, wurde 1924 in Würzburg geboren und emigrierte 1935 nach Palästina. Sein Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ spielt im zerstörten und teilweise wiederaufgebauten Würzburg, das Amichai 1958 besucht hatte. Die Zeit der Kindheit um 1930 wird ebenso in die Irrgänge des Protagonisten Joel integriert wie die Nachkriegszeit. Wir besuchen wichtige Handlungsorte, hören entsprechende Textstellen aus dem großen Roman Amichais und vollziehen die Poetisierung eines Realraums in der Fiktion.

Mittwoch, 25. April 2018

Readers‘ Corner „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 12.45 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Hier und jetzt – Ein Nachmittag mit dem Dichter
von und mit Charlotte Breyer
15.30 Uhr, Seniorenwohnstift Frauenland der Stiftung Bürgerspital, Eingang über Dürerstraße 12
Eintritt frei, Der Termin muss verschoben werden!
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In seinem Buch „Nicht von jetzt und nicht von hier“ reist Jehuda Amichai als der Archäologe Joel in seine Heimatstadt, um seiner Kindheitsfreundin Ruth zu gedenken. Dabei führt ihn sein Weg auch in das Jüdische Altersheim, wo er seine Tante Henriette und andere Bewohner besucht. Charlotte Breyer liest Textstellen, die zeigen, mit wie viel Empathie der Dichter auf alte Menschen blickt, sie spricht über  Amichais Leben und erzählt von einer Begegnung mit ihm und seiner Frau Channah anlässlich eines Interviews im Jahr 1997.

offen, geschlossen, offen
Sulamith Sparre präsentiert ihre neue Übersetzung von Jehuda Amichais letztem Gedichtband in hebräisch und deutsch.
16 Uhr, Museum am Dom
Eintritt frei

Phantomschmerzen
Elisabeth Stein-Salomon liest aus Amichai „Nicht von jetzt, nicht von hier“, Dr. Anton Holderied führt durch die Prothesensammlung „Second-Hand“.
17 Uhr, Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) – Region Unterfranken, Georg-Eydel-Str. 13
Eintritt frei, Anmeldung unter info@knodt.de
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Der Ich-Erzähler in Amichais Roman kehrt im Jahr 1958 in seine Geburtsstadt zurück, in der ihm Kriegsversehrte und Invalide begegnen. Er selbst begreift sich als versehrt: „Ich bin blind, habe eine Seelenprothese und bin nicht gekommen, um zu lieben, sondern um zu hassen.“ Auch die Beinprothese der Kindheitsfreundin Ruth spielt eine wichtige Rolle im Roman.
Im Ausstellungsraum der Würzburger Prothesensammlung „Second Hand“ liest Elisabeth Stein-Salomon Passagen aus „Nicht von jetzt, nicht von hier“. Anschließend führt Dr. Anton Holderied durch die Ausstellung.
Das kleine, aber feine Museum ist Teil der Orthopädischen Versorgungsstelle (OVSt) des ZBFS – Unterfranken, die sich seit ca. 100 Jahren um die Versorgung der Kriegsopfer kümmert und bis heute Schwerverletzten unter anderem durch Prothesen einen möglichst funktionalen Einsatz für verlorene Körperteile bietet.

Archäologie als Allegorie, Metapher und historische Reflexion im Roman Jehuda Amichais
Ulrich Sinn lädt in Kooperation mit der KHG und der Katholischen Akademikerseelsorge zu einem Vortrag mit Gespräch, Lesung und anschließender Diskussion ein.
20 Uhr, Katholische Hochschulgemeinde, Großer Saal, Hofstallstraße 4
Eintritt frei
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Im Roman lässt Jehuda Amichai sein Alter Ego Joel als Archäologen agieren. In einem Vortrag bespricht der emeritierte Archäologie-Professor Ulrich Sinn die vielfältigen Rückgriffe auf archäologische Denkmäler und Anspielungen auf die Arbeitsweise der Archäologen. Der Schauspieler Rainer Appel liest ausgewählte Textpassagen. Burkhard Hose, Studentenpfarrer der KHG, erläutert die Bedeutung der im Roman angesprochenen Schriftrollen von Qumran.
In einem der beiden Erzählstränge des Romans reist der in Israel erfolgreiche Archäologe Joel in seinen deutschen Geburtsort Weinburg (alias Würzburg), um in der Vorgehensweise eines Archäologen die genauen Umstände der Verschleppung seiner Kindheitsfreundin Ruth ins KZ zu ergründen und die dafür Verantwortlichen aufzuspüren: „In der Archäologie gibt es nur Ausgrabung und Rekonstruktion. Man findet eine zerstörte Stadt, entdeckt schwarz verfärbte Bausteine und Ziegel und sagt »Da ist Eroberung gewesen, Brandschatzung und Gemetzel.« Aber es gibt weder Erbarmen noch Rache. Auch ich war zu der Ansicht gelangt, mein Hiersein diene allein dazu, Ruths letzte Lebenszeit zu rekonstruieren.“
Bei seinen ›Ausgrabungen‹ stößt Joel auch auf ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Universität Würzburg.

Eine Narbe bedeutet auch Heilung
Vortrag von Dr. Hans Steidle mit anschließender Hausführung durch die ehemalige Mandelbaum-Villa, eine Veranstaltung der Gothia Würzburg
20 Uhr, Gothenhaus Würzburg, Rottendorfer Straße 26
Eintritt frei
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Der große Roman des israelischen „Nationalpoeten“ Jehuda Amichai spielt in der 1930er und 1950er Jahren in Jerusalem und Würzburg. Es geht um den israelischen Archäologen Joel, der in einer Lebenskrise zu wählen hat zwischen der Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit, mit der Shoah und der zerstörten Stadt der Kindheit, und dem Versuch, in einer großen Liebe in Jerusalem seine Identitätskrise zu bewältigen. Amichai lässt uns die Verwundung Joels durch die Shoah und den Nationalsozialismus erfahren, seine Identitäten zwischen Würzburg und Jerusalem. Die Leser vollziehen seine Wanderungen durch seine Seele und seine Städte in einem komplex komponierten Roman und nehmen Teil an einem Klärungsprozess. Damit wird in dem bilderreichen und vielschichtigen Roman auch historische Erinnerung und politische Gegenwart in den Text hineinverwoben. Amichai zeigt einen Weg zwischen den Extremen, der vielleicht auch sein persönlicher Weg war.

Donnerstag, 26. April 2018

Readers‘ Corner „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 12.45 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Auf den Spuren jüdischen Lebens in Heidingsfeld
mit Gästeführerin Renate Wohlfahrt durchs Städtle
16 Uhr, Treffpunkt: Hätzfelder Bücherstube, Wenzelstraße 5
Eintritt frei, Anmeldung unter info@haetzfelder-buecherstube.de 
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Renate Wohlfahrt, langjährige Gästeführerin der Stadt Würzburg, wird auf ihrem Gang durchs Städtle viel Wissenswertes über die Geschichte der Heidingsfelder jüdischen Gemeinde erzählen, die nach der Vertreibung der Juden aus Würzburg (1561) neben Fürth zu den bedeutendsten und größten jüdischen Gemeinden in Franken zählte. Stationen sind unter anderem: Die ehemalige jüdische Synagoge, der jüdische Friedhof sowie weitere interessante Orte.

Jehuda Amichai trifft auf Dr. Josef Schuster
Dr. Pia Beckmann im Gespräch mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland
19.30 Uhr, Shalom Europa, Valentin-Becker-Straße 11Anmeldung unter mail@piabeckmann.de
Eintritt frei (um Spende für einen guten Zweck wird gebeten)
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Dr. Pia Beckmann, Oberbürgermeisterin a.D. und promovierte Germanistin, erzählt vom kleinen Ludwig Pfeuffer, dem späteren Jehuda Amichai, und seiner Familie. Sie liest kurze Szenen aus „Nicht von jetzt, nicht von hier“ und befragt dazwischen immer wieder Dr. Josef Schuster, wie er die Zeit in Würzburg erlebt hat. Josef Schuster kam als Kleinkind exakt zu der Zeit nach Würzburg, in der das Buch spielt. Beckmann geht anhand des Buches auf Spurensuche: Was hat David Schuster seinem Sohn aus dieser Zeit erzählt? Welche Bilder bewegen den Würzburger Josef Schuster noch heute? Was bedeuten das Jüdisch-Deutsche, der jüdische Glaube, die Riten für sein Leben? Wie sieht er das mit der Rache, die in dem Buch thematisiert wird? Was ist ihm wichtig, auch und gerade in einer Zeit, in der Ausgrenzung in manchen Kreisen wieder salonfähig zu werden scheint? Was können wir jungen Menschen aus diesen Erfahrungen für die Zukunft mitgeben?

Lohr liest mit – Häuser jüdischer Bürger und ihre Geschichte
Lesung, Vortrag und Konzert mit Josef Harth und den Streichern der Musikschule, Leitung John Walkowiak
Organisiert von Kulturinitiative, Geschichtsverein und Musikschule Lohr
19.30 Uhr, Gewölbekeller des Weinhaus Mehling, Hauptstraße 30, Lohr am Main
Eintritt 3 €

Freitag, 27. April 2018

Readers‘ Corner „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 12.45 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Hier und jetzt – Ein Nachmittag mit dem Dichter
von und mit Charlotte Breyer
15.30 Uhr, Robert-Krick-Wohnstift der Stiftung Bürgerspital, Sonnenstraße 2
Eintritt frei
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In seinem Buch „Nicht von jetzt und nicht von hier“ reist Jehuda Amichai als der Archäologe Joel in seine Heimatstadt, um seiner Kindheitsfreundin Ruth zu gedenken. Dabei führt ihn sein Weg auch in das Jüdische Altersheim, wo er seine Tante Henriette und andere Bewohner besucht. Charlotte Breyer liest Textstellen, die zeigen, mit wie viel Empathie der Dichter auf alte Menschen blickt, sie spricht über  Amichais Leben und erzählt von einer Begegnung mit ihm und seiner Frau Channah anlässlich eines Interviews im Jahr 1997.

Lesung mit Aussicht in der Main-Post Lokalredaktion
Wolfgang Salomon u.a. lesen Szenen aus „Nicht von jetzt, nicht von hier“
17.30 Uhr, Valentinum, Schönthalstraße 6
Eintritt frei, Max. 20 Teilnehmer, Anmeldung unter wsalomon@freenet.de

Zwischen Würzburg, Italien und Jerusalem – Lesung mit Buchvorstellung
Die Dante Gesellschaft Würzburg lädt ein zu einer lyrischen Reise mit Jehuda Amichai.
Referent: Hans D. Amadé Esperer, Musik: Duo Schwander & von der Goltz
19.30 Uhr, Toskanasaal in der Würzburger Residenz, Residenzplatz, Tor 2a
Eintritt 8 €, Kartenvorbestellung im Ölbaum, Tel. 0931 3539844
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Begrüßung der Referenten, Musiker und Gäste (Dr. Horst Schäfer- Schuchardt, Präsident der Dante Gesellschaft Würzburg)
Vorstellung des Buches „Zwischen Würzburg und Jerusalem – eine lyrische Reise mit Jehuda Amichai“ (Thomas Häußner, Leiter des Echter Verlags Würzburg)
Besinnliche Klezmer-Musik (Duo Schwander & von der Goltz)
Kommentierte Lesung von Amichais Würzburg-Gedichten (Prof. Dr. Esperer, Herausgeber und Übersetzer)
Venezianisches Gondellied von Felix Mendelssohn-Bartholdy (Duo Schwander & von der Goltz)
Kommentierte Lesung von Amichais Italien-Gedichten (Prof. Dr. Esperer)
Fröhliche Klezmer-Musik (Duo Schwander & von der Goltz)
Kommentierte Lesung von Amichais Gedichten, die zwischen Würzburg und Jerusalem oszillieren (Prof. Dr. Esperer)
Lustige Klezmer-Musik (Duo Schwander & von der Goltz)
Anschließend Buchverkauf

Zwei Dichter – ein Konflikt
Darstellung des Krieges in Gedichten Jehuda Amichais und Mahmud Darwischs
Vortrag, Lesung und Diskussion mit und von Sulamith Sparre
20 Uhr, Buchladen Neuer Weg, Sanderstraße 23-25
Eintritt frei

Samstag, 28. April 2018

Readers‘ Corner „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 12.45 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Literaturexpress
Texte und Gedichte Jehuda Amichais, gelesen von Mitgliedern des Würzburger Autorenkreises und Freunden, mit freundlicher Unterstützung der WVV und der Buchhandlungen Dreizehneinhalb und Schöningh
12-15 Uhr, Literaturexpress der Würzburger Straßenbahn
Eintritt frei

Spurensuche im Quartier der Jugend
Stadtführung mit Dr. Hans Steidle auf den Spuren Amichais im Frauenland
15 Uhr, Treffpunkt: Residenzbrunnen
Teilnahmegebühr 5 €, Max. 25 Personen, Anmeldung unter hansrsteidle@web.de 
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Es werden Orte aufgesucht, die in der Kindheit Amichais eine Rolle spielten und in seinem Roman poetisiert und fiktionalisiert wurden. So finden wir historische und literarische  Schichten im Frauenland, wo Amichai nahe dem heutigen Zentrum „Shalom Europa“ seine Kindheit mit der Freundin Ruth Hannover verlebte. Durch Fotografien und Textstellen aus dem Roman „Nicht von hier, nicht von jetzt“ wird die Erfahrung von Realität und Poetisierung der Schauplätze unterstützt. Dauer rund 100 Minuten

Lesung mit Aussicht auf der Landesgartenschau
Wolfgang Salomon u.a. lesen Passagen aus „Nicht von jetzt, nicht von hier“, in denen Amichai die israelische und die mainfränkische Landschaft mit Worten zeichnet.
16 bis 18 Uhr, Landesgartenschau, Belvedere
Eintritt frei, Tagesticket für Landesgartenschau erforderlich!

Jehuda Amichai „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung und Vortrag mit Schauspieler Rainer Appel und Dr. Hans Steidle
20 Uhr, Bücherei im Bahnhof Veitshöchheim
Eintritt 5 €, Anmeldung unter service@bib.veitshoechheim.de
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 Der israelische Archäologe Joel befindet sich in einer Lebenskrise: Soll er die große Liebe in Jerusalem suchen oder sich mit seiner Kindheit in Weinburg (Würzburg) auseinandersetzen – sich seiner Sehnsucht nach der Geborgenheit in der Kindheitsstadt oder dem Schmerz über die Ermordung seiner Freundin Ruth durch die Nazis stellen. Amichai lässt beide Handlungen parallel laufen und Joel durch das Nachkriegs-Würzburg und durch Jerusalem wandern, auf einer faszinierenden Suche, die uns die Städte, Menschen und Geschichte mit ihrer Vergangenheit und Problematik vor Augen führt. Der Schauspieler Reiner Appel liest prägnante Textstellen, Hans Steidle erzählt über Amichai, den autobiographischen Bezug und die Handlung des Romans.

Sonntag, 29. April 2018

„Unterwegs sein“ – Preisverleihung des Schreibwettbewerbs
Es laden ein der Autorenkreis Würzburg und der Würzburg liest e.V., eine Veranstaltung in Kooperation dem Juristen Alumni Würzburg e.V.  
11 Uhr, Max-Stern-Keller, Alte Universität, Domerschulstraße
Eintritt frei
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Der Autorenkreis Würzburg und der Würzburg liest e.V. haben anlässlich der Städteleseaktion einen Schreibwettbewerb zum Thema „Unterwegs sein“ ausgeschrieben. Ulrike Sosnitza moderiert die Veranstaltung, bei der die Preisträger durch die Jury bekannt gegeben werden und die drei Gewinnertexte gelesen werden.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Juroren des Schreibwettbewerbs:
Dr. Christine Ott, Stellwerck Verlag, Universität Würzburg
Dr. Erich Schneider, Museum für Franken
Dr. Birgit Speckle, Bezirk Unterfranken
Monika Stoianov, Antiquariat BRAUCHBAR
Georg Zeies, Mainfrankentheater 

Jehuda Amichai, ein deutsch-jüdisches Dichterschicksal
VISITee-Lesung mit Israel Schwierz und Frank Stößel
11 Uhr, Oxfam Würzburg, Augustinerstraße 8
Eintritt frei, Anmeldung unter frankstoessel@kabelmail.de
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Im Zentrum der Lesung steht der vergriffene Band: „Yehuda Amichai – Zwischen Würzburg und Jerusalem – Ein deutsch-jüdisches Dichterschicksal“. Bruno Rottenbach hatte die Texte 1981 für die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Würzburg zusammengestellt. Die beiden ehemaligen Lehrer Israel Schwierz und Frank Stößel tragen zur Einführung in Yehuda Amichais Lyrik dessen Interview mit der Jerusalem Post von 1978 vor. Darin erläutert der Dichter Einflüsse, Themen und Gestaltung seiner Dichtkunst so authentisch, dass es keiner Einführung in die Auswahl der Gedichte bedarf, um das Schicksal des deutsch-jüdischen Dichters zu verstehen. Zur VISITee-Lesung wird ein Tee gereicht.

„Was birgt der Fluss? Vergessen oder Erinnerung?“
Würzburg (Weinburg) in Jehuda Amichais „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung und Gespräch beim Schoppen mit Marion Neuendorf
14 Uhr, Historischer Zunftsaal der Fischerzunft Würzburg, Saalgasse 6
Eintritt frei

Führung über den jüdischen Friedhof Allersheim

Kopfbedeckung für Männer und festes Schuhwerk erforderlich.
14 Uhr Jüdischer Friedhof Allersheim, Seebachweg, Giebelstadt-Allersheim
Unkostenbeitrag 5 €, Anmeldung unter f.langeworth@gmx.de
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„So viele Grabsteine sind in der Vergangenheit meines Lebens verstreut“. Dies schrieb Jehuda Amichai in seinem Gedicht „Luxus“. Seine Vorfahren väterlicherseits sind auf dem Bezirksjudenfriedhof Allersheim begraben. Friederike Langeworth, die Archivarin des Markts Giebelstadt, führt über den Friedhof und erzählt Wissenswertes aus der Geschichte der Juden in Franken.
Die Familie Pfeuffer, die seit spätestens der Mitte des 18. Jahrhunderts in Giebelstadt ansässig war, ist ein typisches Beispiel für das fränkische Landjudentum, das sich seit der Vertreibung aus dem Hochstift Würzburg vor allem in den kleineren Herrschaften ansiedeln konnte. Der Bezirksjudenfriedhof Allersheim wurde ab 1665 errichtet und zeigt heute auf 1,6 Hektar noch fast 2000 Grabsteine von mehr als 20 jüdischen Gemeinden. Anhand dieser steinernen, kultur- und kunstgeschichtlichen Zeugnisse können 350 Jahre jüdischer Geschichte vom Main bis zur Tauber gezeigt werden.

„Intellektuellen-Treff bei Gräfin von Tuchtolz“
und andere satirische Passagen aus „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Britta Schramm liest begleitet von Dirk Rumig am Saxophon und der Bassklarinette.
16 Uhr, Museum im Kulturspeicher
Museumseintritt 4,50 € / erm. 2,50 €
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Die Schauspielerin und Regisseurin Britta Schramm hat den Schwerpunkt ihrer Lesung auf das Groteske und Kuriose in Jehuda Amichais Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ gelegt. Die ausgewählten Textpassagen bringen den Zuhörer zum Schmunzeln, ja, zum Lachen. Es gibt sie nämlich, neben den ernsten Inhalten: die humorigen, wundersamen, merkwürdigen, skurrilen und schrägen Momente, erlebt vom Protagonisten Joel. Zugegeben, dem einen oder anderen wird das Lachen in der Kehle stecken bleiben. Komik und Tragik liegen bei Amichai äußerst nah beieinander. Dirk Rumig improvisiert dazu auf dem Saxophon, umgarnt den Vortrag der Schauspielerin mit seiner musikalischen Interpretation und verleiht den Stimmungen und Spannungen der gelesenen Passagen Klang.

Gottesdienst mit Dialogpredigt zum Thema „Rache“
mit der evangelisch-lutherischen Dekanin Dr. Edda Weise und dem katholischen Studentenseelsorger Burkhard Hose 
18.30 Uhr, KHG-Kapelle,
Hofstallstraße 4

„Und wieder läuten die Glocken!“
Lesung aus Theaterstücken und Gedichten von Jehuda Amichai mit dem Schauspieler Georg Zeies
20 Uhr, Mainfranken Theater Würzburg, Kammer
Eintritt 7 €, erm. 5 €
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So wie das literarische Schaffen Jehuda Amichais untrennbar verbunden ist mit den traumatischen Erlebnissen seiner Kindheit im Nationalsozialismus, so ziehen sich verschiedene Erinnerungsmuster durch seine Texte. Die Lesung in der Kammer des Mainfranken Theaters folgt der Spur seiner Erinnerungen durch Ausschnitte aus ausgewählten Theaterstücken und Gedichten.
Einrichtung: Katharina Nay und Antonia Tretter

Freitag, 4. Mai 2018

Würzburg liest ein Buch – Wipfeld liest mit
Lichtbildervortrag zu Jehuda Amichai von Willi Dürrnagel
19 Uhr, Literaturhaus Wipfeld, Bachgasse 1, 97537 Wipfeld
Eintritt frei, Spenden willkommen
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Der jüdische Schriftsteller Jehuda Amichai wurde 1924 in Würzburg geboren und ist dort aufgewachsen. Er wurde mehrmals zum Literaturnobelpreis vorgeschlagen und erhielt auf Antrag von Willi Dürrnagel den Kulturpreis seiner Geburtsstadt Würzburg. Nach ihm wurde, ebenfalls auf Antrag von Willi Dürrnagel, in Würzburg eine Straße benannt. Die Teilnahme ist kostenfrei, Spenden zur Unterstützung des Literaturhauses sind willkommen.

Sonntag, 6. Mai 2018

Jüdische Weisheitsgeschichten
Musikalisch-Literarische Matinee mit 
Kerstin Lauterbach, Marcel Largé und Michael Blümel
11.15 Uhr,  Rudolf-Alexander-Schröder-Haus, Wilhelm-Schwinn-Platz 3
Eintritt 6 €, erm. 4 €
Anmeldung unter 0931/321750 oder www.schroeder-haus.de
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Musikalisch-Literarische Matinee mit Kerstin Lauterbach, Gildeerzählerin der Europäischen Märchengesellschaft, Marcel Largé, Musiker der Klezmer Band ‚Schmitts Katze’ und Michael Blümel, Live-Zeichner und Illustrator.

Wir nähern uns der Lebenswirklichkeit von Jehuda Amichai, indem wir in Geschichten und Erzählungen die Weisheit der jüdischen Tradition kennenlernen. Feiner hintergründiger Humor ist ein Wesensmerkmal jüdischer Geschichten. Dem Menschen mit seinen allzu menschlichen Schwächen wird darin gerne ein Spiegel vorgehalten. Selbst große Geister werden immer wieder Prüfungen unterzogen, müssen steinige Pfade beschreiten und pfiffige Lösungen finden.
Sie erwartet ein bunter Geschichtenteppich erzählt von Kerstin Lauterbach, musikalisch gewebt von Marcel Largé und an einer Staffelei live zeichnend begleitet von Michael Blümel.

Führung durch das Jüdische Museum Shalom Europa
Prof. Dr. Dr. Karlheinz Müller führt durch das Museum der Jüdischen Gemeinde Würzburg und Unterfranken.
14 Uhr, Jüdisches Museum Shalom Europa, Valentin-Becker-Str. 11
Museums-Eintritt 3 € / ermäßigt 2 €, Eintritt frei für Kinder bis 10 Jahre
Eine Anmeldung ist nur für Gruppen erforderlich unter Tel: 0931/4041441.

Im Museum Shalom Europa stellt die Jüdische Gemeinde in Würzburg ihre Religion aus. Jüdische und nichtjüdische Besucher sind eingeladen, sich des Kanons Jüdischer Grundwerte zu vergewissern oder ihn authentisch kennenzulernen: die Schriftliche und die Mündliche Tora, Schabbat, Kalender, Alltag und Feste, Tod und Trauer. Aber auch die Geschichte der jüdischen Religion in der christlich dominierten Metropole Würzburg von 1100 bis in die Gegenwart findet eine eindringliche Darstellung.
Das Museum zeigt und erklärt außerdem die größte Hinterlassenschaft aus einem mittelalterlichen Judenfriedhof weltweit.

Was stehst du hier rum wie Bileams Esel?
Metaphern, Erzählungen und Bilder aus der Bibel in „Nicht von jetzt, nicht von hier“, eine Kooperationsveranstaltung der evangelisch-methodistischen Gemeinde und der Stephans-Buchhandlung
19.30 Uhr, Gottesdienstraum der evangelisch-methodistischen Kirche,
Friedrich-Ebert-Ring 39
Eintritt frei
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Jehuda Amichais Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ enthält unzählige Metaphern, Erzählungen und Bilder aus der Bibel, die der Autor ganz selbstverständlich in seinen Text eingefügt hat. Heute erkennen nur Wenige diese interessanten Spuren, die biblischen Hintergrund haben. Das ist das Thema des Abends: Einige Andeutungen und Fragmente entschlüsseln, die biblische Geschichte dazu erzählen und in Verbindung zum Roman setzen.