Programm 2018

Zentraler Aktionszeitraum ist 19.-29. April 2018, doch auch davor und danach finden Veranstaltungen rund um Jehuda Amichais Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ statt. Auf dieser Seite finden Sie nach und nach das vollständige Programm.

Vor der Aktionswoche

Donnerstag, 11. Januar 2018

Jehuda Amichai – der profane Prophet, Teil 1
Dr. Hans Steidle über Leben und Werk des großen „Würzburger“ Poeten
19.30 Uhr, VHS, Münzstraße, Zi. 31, Anmeldung mit Kursnummer 71134sg unter info@vhs-wuerzburg.de
Eintritt 18 € für zwei Abende
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Würzburg liest 2018 von Jehuda Amichai den Roman „Nicht von jetzt, nicht vor hier“. Als Ludwig Pfeuffer verbrachte er seine Kindheit in Würzburg; als junger israelischer Dichter schrieb er nach seiner Wiederbegegnung mit der Stadt seiner Kindheit Ende der 1950er Jahre den autobiographisch gefärbten Roman. Dieser ist ein Feuerwerk an Poesie und Vitalität und thematisiert die Problematik der deutsch-jüdischen Identität und Geschichte. Amichai begründete auch die israelische Lyrik und Lyriksprache. An zwei Abenden lesen wir uns gemeinsam in Leben und Werk des großen „Würzburger“ Poeten ein.

Donnerstag, 18. Januar 2018

Jehuda Amichai – der profane Prophet, Teil 2
Dr. Hans Steidle über Leben und Werk des großen „Würzburger“ Poeten
19.30 Uhr, VHS, Münzstraße, Zi. 31, Anmeldung mit Kursnummer 71134sg unter info@vhs-wuerzburg.de
Eintritt 18 € für zwei Abende
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Würzburg liest 2018 von Jehuda Amichai den Roman „Nicht von jetzt, nicht vor hier“. Als Ludwig Pfeuffer verbrachte er seine Kindheit in Würzburg; als junger israelischer Dichter schrieb er nach seiner Wiederbegegnung mit der Stadt seiner Kindheit Ende der 1950er Jahre den autobiographisch gefärbten Roman. Dieser ist ein Feuerwerk an Poesie und Vitalität und thematisiert die Problematik der deutsch-jüdischen Identität und Geschichte. Amichai begründete auch die israelische Lyrik und Lyriksprache. An zwei Abenden lesen wir uns gemeinsam in Leben und Werk des großen „Würzburger“ Poeten ein.

Sonntag, 25.Februar 2018

Kindheit und Lebenswelt des Ludwig Pfeuffer
Stadtführung mit Franz Ziegler auf den Spuren Jehuda Amichais
11 Uhr, Treffpunkt: 4-Röhren-Brunnen
Dauer ca. 90 Minuten
Eintritt frei, Anmeldung unter franz.ziegler@t-online.de
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Mit 11 Jahren wanderte Ludwig Pfeuffer mit der ganzen Familie nach Palästina aus. Dort änderte er seinen Namen in Amichai = hebr. „Mein Volk lebt“. Seine Kindheit und Schulzeit aber verbrachte der bekannte israelitische Autor in Würzburg. Sie stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Donnerstag, 1. März 2018

Literatur am Abend 
vierteiliger Literaturkurs zu Jehuda Amichai „Nicht von jetzt, nicht von hier“
weitere Termine am 8., 15. und 22. März
Leitung: Dr. Hans Steidle, Stadtheimatpfleger
20.00 – 21.30 Uhr, Rudolf-Alexander-Schröder-Haus, Wilhelm-Schwinn-Platz 3
Kosten für 4 Abende: € 36,-
Anmeldung unter 0931 / 321750 oder www.schroeder-haus.de
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An vier Abenden lesen und besprechen wir wesentliche Teile, Handlung und Aussage von Jehuda Amichais Roman „Nicht von hier, nicht von jetzt“, das im Mittelpunkt der Woche „Würzburg liest“ vom 19-29.04. 2018 steht.  Der in Würzburg geborene israelische Dichter setzt sich in dem Roman mit der Identitätskrise eines israelischen Intellektuellen auseinander, der zwischen der Rache für und der Trauer um die Opfer im Holocaust, zwischen der Sehnsucht nach der Kindheit und nach einer leidenschaftlichen Liebe unentschieden ist. In zwei parallel verlaufenden Handlungen wird Joel der Suche nach den Schuldigen in Weinburg (alias Würzburg) und der Liebe zu Patricia und einer Entscheidung für sein Leben in Jerusalem  ausgesetzt. In diesem formal experimentellen Roman werden die verschiedenen Aspekte der deutsch-jüdischen Geschichte in der Person Joels vielschichtig und als innere Widersprüche verortet und vermittelt.  Die kraftvolle und bilderreiche Sprache wirkt auch in der deutschen Übersetzung direkt und lässt die moderne jüdische Denkweise in der jüdischen Tradition stehend und in der Konfrontation mit der Moderne erleben.

Dunkle Seele, feiges Maul – Lesung mit Niklas Frank
in Kooperation von Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW Würzburg und Würzburg liest e.V.
„Persil wäscht alles rein“ steht auf Werbeschildern, die den Ich-Erzähler in Jehuda Amichais Würzburg-Roman bei seiner Ankunft in Weinburg empfangen – eine Anspielung auf die „Persilscheine“, die zwischen 1945 und 1951 von den Entnazifizierungsbehörden ausgestellt wurden. Anhand von Akten aus verschiedenen Landesarchiven erzählt Niklas Frank (geb.1939) empörende, aber auch absurd komische Fälle aus dieser Zeit.
Der Autor ist der Sohn von Hans Frank, der von Zeitgenossen als „Judenschlächter von Krakau“ bezeichnet und in den Nürnberger Prozessen als einer der Hauptkriegsverbrecher des „Dritten Reichs“ verurteilt wurde.
11 Uhr, Theater am Neunerplatz, Schulveranstaltung
Eintritt 3 € für Schulklassen, Anmeldung unter theater@neunerplatz.de
20 Uhr, Theater am Neunerplatz
Eintritt im VVK 10 € , ermäßigt und GEW-Mitglieder 7 €, Reservierung unter theater@neunerplatz.de
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In seiner journalistischen Arbeit wirft Niklas Frank einen schonungslosen Blick auf die Schuld der Deutschen und den Umgang mit dieser nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Dreist verkauften damals Mitglieder und Nutznießer der NSDAP die Spruchkammern für dumm und retteten sich ohne Reue ins demokratische Deutschland. Frank analysiert, dass ein direkter Weg von damals zum heutigen Verhalten der schweigenden Mehrheit der Deutschen führt. Neben Prominenten wie Lina Heydrich, Oskar von Hindenburg, Emmi Göring, Winifred Wagner interessiert sich Frank vor allem für die vielen unbekannten Nazis, die das unmenschliche System gestützt und bejubelt haben.

Sonntag, 4. März 2018

Film: Jeckes
11 Uhr, Central im Bürgerbräu

Führung durch das Jüdische Museum Shalom Europa
Prof. Dr. Dr. Karlheinz Müller führt durch das Museum der Jüdischen Gemeinde Würzburg und Unterfranken.
14 Uhr, Jüdisches Museum Shalom Europa, Valentin-Becker-Str. 11
Museums-Eintritt 3 € / ermäßigt 2 €, Eintritt frei für Kinder bis 10 Jahre
Eine Anmeldung ist nur für Gruppen erforderlich unter Tel: 0931/4041441.
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Im Museum Shalom Europa stellt die Jüdische Gemeinde in Würzburg ihre Religion aus. Jüdische und nichtjüdische Besucher sind eingeladen, sich des Kanons Jüdischer Grundwerte zu vergewissern oder ihn authentisch kennenzulernen: die Schriftliche und die Mündliche Tora, Schabbat, Kalender, Alltag und Feste, Tod und Trauer. Aber auch die Geschichte der jüdischen Religion in der christlich dominierten Metropole Würzburg von 1100 bis in die Gegenwart findet eine eindringliche Darstellung.
Das Museum zeigt und erklärt außerdem die größte Hinterlassenschaft aus einem mittelalterlichen Judenfriedhof weltweit.

Sonntag, 11. März 2018

Spurensuche nach der Stadt Jehuda Amichais
Führung mit Dr. Hans Steidle am Weltgästeführertag
11.00 Uhr, Treffpunkt Rathaus
Teilnahme kostenlos, ohne Anmeldung, Dauer ca. 60-75 Minuten
Es werden Orte in der Würzburger Altstadt aufgesucht, die in der Kindheit Jehuda Amichais eine Rolle spielten und in seinem Roman poetisiert und fiktionalisiert wurden. So finden wir frühere Schichten unserer Stadt.

Mittwoch, 14. März 2018

Der Würzburg-Roman Jehuda Amichais und seine Gedichte
Lesung mit anschließendem Gespräch
19.30 Uhr, Martin-Luther-Saal der Martin-Luther-Kirche
Von-Luxburg-Straße 2
Eintritt frei

Dienstag, 20. März 2018

Film: Ferne Klänge
mit Einführung von Kolja Lessing
18.30 Uhr, Central im Bürgerbräu

Samstag, 24. März 2018

Nicht von jetzt, doch von hier – Der Ort meiner Väter
Lesung mit musikalischer Begleitung
Wer war Ludwig Pfeuffer? Und wer wurde er?
Noch vor Beginn der Aktionstage „Würzburg liest ein Buch“ hat der Kulturverein Giebelstadt den Schauspieler Rainer Appel eingeladen, eine spezielle Zusammenfassung von Jehuda Amichais Würzburgroman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ im Ort seiner Vorväter zu präsentieren.
20 Uhr, Giebelstadt-Bibliothek (bei erhöhtem Andrang: Kartoffelkeller)
Eintritt 10 € / ermäßigt 7 €, Reservierungen unter 09334/99917
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Für das Giebelstädter Programm wird speziell eine Musik erarbeitet, deren Instrumentierung allein schon Aufregendes verspricht: Tuba, Tenor-Sax, Klarinette, Akkordeon. Verantwortlich für diese Bereicherung zeichnen Rainer Schwander aus Veitshöchheim und Heinrich Filsner aus Fürth.
Natürlich werden darüber hinaus auch einige von Amichais weltbekannten Gedichten rezitiert.

Sonntag, 25. März 2018

Führung über den jüdischen Friedhof Allersheim
Kopfbedeckung für Männer und festes Schuhwerk erforderlich.
14 Uhr Bezirksjudenfriedhof Allersheim, Seebachweg, 97232 Giebelstadt-Allersheim
Anmeldung unter f.langeworth@gmx.de
Unkostenbeitrag 5 €
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„So viele Grabsteine sind in der Vergangenheit meines Lebens verstreut“. Dies schrieb Jehuda Amichai in seinem Gedicht „Luxus“. Seine Vorfahren väterlicherseits sind auf dem Bezirksjudenfriedhof Allersheim begraben. Friederike Langeworth, die Archivarin des Markts Giebelstadt, führt über den Friedhof und erzählt Wissenswertes aus der Geschichte der Juden in Franken.
Die Familie Pfeuffer, die seit spätestens der Mitte des 18. Jahrhunderts in Giebelstadt ansässig war, ist ein typisches Beispiel für das fränkische Landjudentum, das sich seit der Vertreibung aus dem Hochstift Würzburg vor allem in den kleineren Herrschaften ansiedeln konnte. Der Bezirksjudenfriedhof Allersheim wurde ab 1665 errichtet und zeigt heute auf 1,6 Hektar noch fast 2000 Grabsteine von mehr als 20 jüdischen Gemeinden. Anhand dieser steinernen, kultur- und kunstgeschichtlichen Zeugnisse können 350 Jahre jüdischer Geschichte vom Main bis zur Tauber gezeigt werden.

Sonntag, 8. April 2018

Film: The Cementary Club
11 Uhr, Central im Bürgerbräu

Führung durch das Jüdische Museum Shalom Europa
Prof. Dr. Dr. Karlheinz Müller führt durch das Museum der Jüdischen Gemeinde Würzburg und Unterfranken.
14 Uhr, Jüdisches Museum Shalom Europa, Valentin-Becker-Str. 11
Museums-Eintritt 3 € / ermäßigt 2 €, Eintritt frei für Kinder bis 10 Jahre
Eine Anmeldung ist nur für Gruppen erforderlich unter Tel: 0931/4041441.
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Im Museum Shalom Europa stellt die Jüdische Gemeinde in Würzburg ihre Religion aus. Jüdische und nichtjüdische Besucher sind eingeladen, sich des Kanons Jüdischer Grundwerte zu vergewissern oder ihn authentisch kennenzulernen: die Schriftliche und die Mündliche Tora, Schabbat, Kalender, Alltag und Feste, Tod und Trauer. Aber auch die Geschichte der jüdischen Religion in der christlich dominierten Metropole Würzburg von 1100 bis in die Gegenwart findet eine eindringliche Darstellung.
Das Museum zeigt und erklärt außerdem die größte Hinterlassenschaft aus einem mittelalterlichen Judenfriedhof weltweit.

Montag, 9. April 2018

Jerusalem – politischer und religiöser Zankapfel

Vortrag von Matthias Hoffmann, Historiker und Orientalist aus Tübingen
Der Vortrag beleuchtet die Konflikte, die Jerusalem, den Schauplatz des Romans „Nicht von jetzt, nicht von hier“, bis heute prägen.
19 Uhr, VHS, Münzstraße, Zimmer 33
Eintritt 13 € Anmeldung mit Kursnummer 13044sg unter info@vhs-wuerzburg.de 
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Die Stadt Jerusalem war in der Geschichte oftmals von den verschiedenen Religionen heiß umkämpft. Die geschichtlichen Ereignisse sind bis heute in der Stadt sichtbar. Zu den religiösen Auseinandersetzungen kommen noch politische hinzu. Die Konflikte zwischen Israelis und Palästinensern sind vielschichtig und historisch aufgeladen. Eines der ungelösten Probleme ist der Status von Jerusalem, das beide Seiten als Hauptstadt beanspruchen. Daneben sorgt auch die israelische Siedlungspolitik auf palästinensischem Boden für Zündstoff.

Mittwoch, 11. April 2018

Jüdische Lebenswelten in Würzburg: Dr. Klara Oppenheimer und Jehuda Amichai
Vortrag und Lesung mit Franz Ziegler und Gereon Rempe
20 Uhr, Theater am Neunerplatz
Reservierung unter theater@neunerplatz.de

Freitag, 13. April 2018

„Nicht von jetzt, doch von hier“
Rezitation mit Musik. Mit Rainer Appel, Rainer Schwander, Heinrich Filsner
20 Uhr, Gedenkstätte Synagoge Wenkheim,  Breite Straße 7, 97956 Werbach-Wenkheim
Eintritt ???, Anmeldung unter selmawenk@gmx.de

Sonntag, 15. April 2018

Führung durch das Jüdische Museum Shalom Europa
Prof. Dr. Dr. Karlheinz Müller führt durch das Museum der Jüdischen Gemeinde Würzburg und Unterfranken.
14 Uhr, Jüdisches Museum Shalom Europa, Valentin-Becker-Str. 11
Museums-Eintritt 3 € / ermäßigt 2 €, Eintritt frei für Kinder bis 10 Jahre
Eine Anmeldung ist nur für Gruppen erforderlich unter Tel: 0931/4041441.
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Im Museum Shalom Europa stellt die Jüdische Gemeinde in Würzburg ihre Religion aus. Jüdische und nichtjüdische Besucher sind eingeladen, sich des Kanons Jüdischer Grundwerte zu vergewissern oder ihn authentisch kennenzulernen: die Schriftliche und die Mündliche Tora, Schabbat, Kalender, Alltag und Feste, Tod und Trauer. Aber auch die Geschichte der jüdischen Religion in der christlich dominierten Metropole Würzburg von 1100 bis in die Gegenwart findet eine eindringliche Darstellung.
Das Museum zeigt und erklärt außerdem die größte Hinterlassenschaft aus einem mittelalterlichen Judenfriedhof weltweit.

Montag, 16. April 2018

Jehuda Amichais Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“: Dichtung und Wirklichkeit
Vortrag und Bild-Dokumentation von Roland Flade
Eine Veranstaltung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Würzburg
20 Uhr, David-Schuster-Saal des Shalom Europa, Valentin-Becker-Straße 11
Eintritt frei
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In seinem Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ verwebt der Würzburger Kulturpreisträger Jehuda Amichai kunstvoll verschiedene Handlungsebenen: seine Kindheitserlebnisse in Würzburg bis zur Emigration nach Palästina 1935, einen Besuch in der Geburtsstadt im Jahr 1959 und eine Liebesgeschichte, die in Jerusalem spielt. Roland Flade, der sich intensiv mit der Geschichte der Würzburger Juden befasst hat, erläutert in seinem mit vielen Fotos illustrierten Vortrag, wo Amichai sich eng an die historischen, selbst erlebten Fakten hält und wo er seiner poetischen Phantasie Raum gibt.

Mittwoch, 18. April 2018

Nicht von jetzt, nicht von hier
Martin Menner liest aus Jehuda Amichais Roman
19 Uhr, Bücherei im Lagerhaus,  
Rimparer Straße 20, Güntersleben
Eintritt im Vorverkauf 9 € / Abendkasse 10 €, Anmeldung bei Erne Odoj Tel. 093651449,
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Die Volkshochschule, die Bücherei und der Kulturkreis Güntersleben laden zur Lesung von Schauspieler Martin Menner, der  Ausschnitte aus dem Roman zum Klingen bringen und damit auch ein Stück  der deutsch-jüdischen Vergangenheit in den Fokus rücken wird.

Zentrale Aktionswoche

Donnerstag, 19. April 2018

Festakt zu „Würzburg liest ein Buch“ 2018
Musikalische Umrahmung: Richard Verna, Cello, Würzburger Kulturpreisträger 2017
Jehuda Amichais „Nicht von jetzt, nicht von hier“ steht im Mittelpunkt der dritten Lese-AktionDer Schauspieler Rainer Appel moderiert den offiziellen Eröffnungsabend. Er unterhält sich mit den beiden Schirmherren OB Christian Schuchardt und Dr.Josef Schuster, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Würzburg.
Ehrengast Hana Amichai spricht über ihren Mann, ein Amichai-Gedicht wird zweisprachig gelesen von seinen Kindern Emanuella und David. Die Schirmherren verleihen im festlichen Rahmen die Preise des Schulwettbewerbs.
20 Uhr, Stadtbücherei Würzburg
Eintritt frei, Reservierung in der Stadtbücherei, bei den organisierenden Buchhandlungen oder unter kontakt@wuerzburg-liest.de

Würzburg liest ein Buch – Ochsenfurt liest mit
Edda Braun und Leander Sukov lesen: „Nicht von jetzt, nicht von hier“
19 Uhr, Kemenate, Kolpingstr. 10, 97199 Ochsenfurt
Eintritt: frei

Freitag, 20. April 2018

Jehuda Amichai – ein in Würzburg geborener deutsch-israelischer Lyriker
Kulturhistorischer digitaler Bildvortrag von Willi Dürrnagel
14.30 Uhr, Matthias-Ehrenfried-Haus
Eintritt frei, Spenden willkommen
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Die Aktionswoche „Würzburg liest ein Buch 2018“ will Israels größten und mehrfach für den Literaturnobelpreis nominierten Lyriker würdigen: Yehuda Amichai, 1924 in Würzburg als Ludwig Pfeuffer geboren, 1934 vor den Nationalsozialisten nach Palästina emigriert, 2000 dort verstorben. Der Referent wird mit Archivbildern einen Überblick über das Leben und Werk Jehuda Amichais geben. Sein autobiografischer Erinnerungsroman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ wird vorgestellt. Der Autor setzt sich in seinem Buch mit der Spannung zwischen den Identitäten als Deutscher und Jude auseinander. Vertreter verschiedener Generationen werden zum Schluss ausgewählte kurze Passagen aus dem Buch vortragen.
Referent: Willi Dürrnagel, Stadtrat und andere.

Jehuda Amichai – ein Würzburger Kulturpreisträger
Digitaler Lichtbildervortrag von Willi Dürrnagel
19.00 Uhr, Liborius-Wagner-Bücherei,
Kardinal-Döpfner-Platz 5
Eintritt frei, Spenden willkommen
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Würzburg liest ein Buch 2018. Diesmal steht  Jehuda Amichai mit seinem Buch „Nicht von jetzt, nicht von hier“ im Mittelpunkt. Jehuda Amichai, 1924 in Würzburg geboren und aufgewachsen wurde mehrmals zum  Literaturnobelpreis vorgeschlagen. Er erhielt auf Antrag von Willi Dürrnagel den Würzburger Kulturpreis und eine Straße in Würzburg wurde, auch auf Antrag von Willi Dürrnagel, nach ihm benannt. Stadtrat Willi Dürrnagel präsentiert einen digitalen Lichtbildervortrag zum Leben und Werk Jehuda Amichais. Die Teilnahme ist kostenfrei, Spenden zur Unterstützung der Liborius-Wagner-Bücherei sind natürlich gerne gesehen.

Jehuda Amichai: „Nicht von jetzt, nicht von hier“ 
Lesung und Musik
Dr. Hans Steidle führt an prägnanten Textstellen in den faszinierenden Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ ein, der auch wichtige Stationen im Leben des Autors spiegelt.
Das bekannte Schwander-Goltz-Duo wird mit Musikstücken vorrangig aus dem jüdischen Kulturraum die Phantasie und die Erlebnisse vertiefen. Für weiteren Genuss werden Wein und Wasser gegen einen Unkostenbeitrag angeboten.
19.30 Uhr, VHS, Münzstraße, Textraum (3.Stock)
Eintritt 17,00 €, Anmeldung mit Kursnummer 71152sg unter info@vhs-wuerzburg.de

Zwei Dichter – ein Konflikt
Darstellung des Krieges in Gedichten Jehuda Amichais und Mahmud Darwischs
Vortrag, Lesung und Diskussion mit und von Sulamith Sparre
20 Uhr, Buchladen Neuer Weg, Sanderstraße 23-25
Eintritt frei

Samstag, 21. April 2018

Readers‘ Corner „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 12.45 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Lesung mit Aussicht beim Bayerischen Rundfunk
Wolfgang Salomon, Eberhard Schellenberger u.a. lesen Szenen aus „Nicht von jetzt, nicht von hier“, die im Umfeld des Würzburger Bahnhofs spielen.
13 Uhr im BR-Hochhaus, Newsroom, Anmeldung erforderlich wegen begrenzter Teilnehmerzahl unter wsalomon@freenet.de
Eintritt frei

Poetryslam-Workshop mit Pauline Füg
14 bis 18 Uhr, Jugendkulturhaus Cairo
Fragen und Anmeldungen an: fg.pauline@gmail.com
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Du hast Lust, mal was Anderes zu machen? Du bist kreativ oder möchtest es gerne werden?
Hast Lust, mit Sprache zu spielen? Du interessierst dich für die Welt und die Menschen?
Du möchtest deine Gedanken in Worte fassen und am liebsten von einer Bühne ins Publikum flüstern oder schreien? Du hast Lust auf Neues, magst andere Jugendliche kennenlernen?
Die Perspektive wechseln? Gedichte von Jehuda Amichai hören? Eigene Gedichte und Geschichten erzählen?
Was haben die Anderen zu sagen, brüllen, wispern?
Von der ersten Idee bis zum fertigen Text und zur Performance auf der Bühne geben wir dir Tipps und Tricks.
In einer gemütlichen Gruppe mit Gleichgesinnten wirst Du von der Profi-Poetry Slammerin Pauline Füg beim Verfassen von Gedichten und Geschichten begleitet. Dabei nimmst du die Blickwinkel anderer Autor_innen
ein.
Im Workshop darfst du dir dann auch überlegen, ob du abends selber beim Poetry Slam auf der Bühne stehen willst, oder lieber vom Publikum aus den anderen lauschst.
Wir freuen uns auf dich!

Spurensuche in der Altstadt
Stadtführung mit Dr. Hans Steidle auf den Spuren Amichais in der Altstadt
15 Uhr, Treffpunkt Amtsgericht, Ottostraße
Teilnahmegbühr 5 €, höchstens 25 Personen, Anmeldung unter hansrsteidle@web.de 
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Die Zeit der Kindheit Amichais um 1930 wird im Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ ebenso in die Irrgänge des Protagonisten Joel integriert wie die Nachkriegszeit. Es werden Orte aufgesucht, die in der Kindheit Amichais eine Rolle spielten und in seinem Roman poetisiert und fiktionalisiert wurden. So finden wir historische und literarische Schichten im Zentrum Würzburgs, wo Amichai nahe am Rathaus geboren wurde. Durch Fotografien und Textstellen aus dem Roman „Nicht von hier, nicht von jetzt“ wird die Erfahrung von Realität und Poetisierung der Schauplätze unterstützt. Dauer ca 100 Minuten

Wolf-Dietrich Weissbach Fotografische Impressionen aus Jerusalem
Vernissage der Ausstellung vom 22. April bis 11. Mai 2018
17 Uhr, Galerie Professorium im Malerfürstentum Neu-Wredanien
, Innere Aumühlstraße 15 – 17
Eintritt frei

Perspektivenwechsel – Junge Menschen antworten auf Amichais Lyrik
U-20 Poetry Slam moderiert von Pauline Füg
19 Uhr, Jugendkulturhaus Cairo
Eintritt frei

„Nicht von jetzt, doch von hier“
Rezitation mit Rainer Appel
19 Uhr, Kunsthaus Michel, Semmelstraße
Eintritt 8 €, ohne Anmeldung

Sonntag, 22. April 2018

Jehuda Amichai – viele Sprachen, viele Seiten
Eva Pleticha Geuder präsentiert die in der Universitätsbibliothek gesammelten Bücher Jehuda Amichais in allen Weltsprachen. Geplant ist begleitend eine Lesung von Amichais Gedichten in hebräischer Sprache.
10.30 bis 12 Uhr, Zentralbibliothek am Hubland, Treffpunkt: Informationstheke
Eintritt frei

Jehuda Amichai, ein deutsch-jüdisches Dichterschicksal
VISITee-Lesung mit Israel Schwierz und Frank Stößel
11 Uhr, Central im Bürgerbräu
Eintritt freiAnmeldung erbeten unter frankstoessel@kabelmail.de

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Im Zentrum der Lesung steht der vergriffene Band: „Yehuda Amichai – Zwischen Würzburg und Jerusalem – Ein deutsch-jüdisches Dichterschicksal“. Bruno Rottenbach hatte die Texte 1981 für die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Würzburg zusammengestellt. Die beiden ehemaligen Lehrer Israel Schwierz und Frank Stößel tragen zur Einführung in Jehuda Amichais Lyrik dessen Interview mit der Jerusalem Post von 1978 vor. Darin erläutert der Dichter Einflüsse, Themen und Gestaltung seiner Dichtkunst so authentisch, so dass es keiner Einführung in die Auswahl der Gedichte bedarf, um das Schicksal des deutsch-jüdischen Dichters zu verstehen. Das Central-Kino ist mit induktiven Hörhilfen ausgerüstet und damit für Hörgeräteträger barrierefrei. Zur VISITee-Lesung wird ein Tee gereicht.

Yehuda Amichai – Poetry and life
presented by Emanuella, David and Hana Amichai
15 Uhr, Theater am Neunerplatz
Eintritt 5 €, Reservierung unter theater@neunerplatz.de

Jehuda Amichai „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung und Musik mit Dr. Hans Steidle und dem Duo Schwander-Goltz
18.00 Uhr, WeinKulturGaden, Kirchgasse 2, Thüngersheim
Eintritt 12 €,  Reservierung per E-Mail im Rathaus Thüngersheim unter s.kaspers@thuengersheim.bayern.de
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Dr. Hans Steidle, Historiker, Autor und Stadtheimatpfleger liest prägende Romanstellen und führt in die Handlung ein. Das Duo Rainer Schwander und Bernhard von der Goltz vertieft durch traditionelle und aktuelle Musik vor allem aus dem jüdischen Kulturkreis die literarischen Eindrücke.
Die Lyrik  des in Würzburg geborenen israelischen Dichters (1924-2000) brachte ihm Weltruhm und fast einen Nobelpreis ein. Der „Klassiker der hebräischen Moderne“, der die neuhebräische Sprache poetisierte, schrieb 1963 einen großen Roman, „Nicht von hier, nicht von jetzt“, der in Würzburg und Jerusalem spielt. Der israelische Archäologe Joel befindet sich in einer Identitätskrise und steht vor der Wahl, in die deutsche Stadt seiner Kindheit und der Mörder seines Volkes zurückzukehren oder  in Jerusalem die große Liebe zu finden. Auf der Odyssee durch „Weinburg“, zwischen Rache, Trauer und Sehnsucht schwankend, erinnert er sich an die zerstörte jüdische Gemeinde, konfrontiert sich mit der zerstörten und im Wiederaufbau begriffenen Stadt.

Film: Dokumentarfilme über Jehuda Amichai
18.30, Central im Bürgerbräu

Montag, 23. April 2018

Readers‘ Corner „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 12.45 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Ludwig Pfeuffer (Yehuda Amichai) und Ruth Hanover – eine Kinderfreundschaft mit literarischem Nachhall
Lesung mit Musik
Das Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte und der Arbeitskreis Stolpersteine stellen Ruth Hanover vor, lesen aus ihren Briefen an die Familie und aus den Passagen Amichais über seine Kinderfreundin.
20 Uhr, Theater am Neunerplatz
Eintritt 10 € / ermäßigt 5 €, Reservierung unter theater@neunerplatz.de

Dienstag, 24. April 2018

Readers‘ Corner „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 12.45 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Passagenlesung – Vorlesen, Verweilen, Zuhören
Die Dompassage verbindet in einem Bogen die Domstraße mit der Augustinerstraße. Sie ist einer der zentralen Orte in Jehuda Amichais Würzburg-Roman. In ihr befindet sich das existentialistische Cafe, in dem der Ich-Erzähler die Veränderung seiner Geburtsstadt im Wirtschaftswunder der 50er Jahre reflektiert.
Die Bezirksgeschäftsstelle Würzburg des Handelsverband Bayern e.V. organisiert, unterstützt von den Firmen Kupsch und Severin, eine Lesung von Roman-Passagen im Umfeld von Dompassage, Rathaus und Augustinerstraße.
14.30 bis 16.30, Dompassage
Eintritt frei

Jehuda Amichai – der Poet aus Israel mit Wurzeln in Würzburg
Eine dramatisierte Lesung seines Romans „Nicht von jetzt, nicht von hier“
20.00 Uhr, Theater Ensemble Würzburg, Bürgerbräu, Frankfurter Straße 87
Eintritt 15 €, ermäßigt 5 bzw. 10 €, Infos unter theater-ensemble@t-online.de
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Unter Verwendung von Ausschnitten aus dem Roman wurde eine gekürzte Fassung erarbeitet (Bearbeitung: Norbert Bertheau), die dennoch den Facettenreichtum der beiden Handlungsstränge lebendig werden lässt. Ergänzt wird die Lesung durch Gedichte des Autors und durch musikalische Einspielungen. Gestaltet wird das Projekt von Schauspielerinnen und Schauspielern des Theater Ensemble Würzburg.

Amichai bei Nacht
Nachtspaziergang zu Jehuda Amichais Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Leitung: Dr. Hans Steidle, Stadtheimatpfleger
20.00 Uhr, Treffpunkt: Greisinghäuser, Eingang Stadtarchiv, Neubaustraße 12
Kosten: 9 €, ermäßigt 7 €
Anmeldung bis 20.4.2018 unter 0931 321750 oder www.schroeder-haus.de
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Jehuda Amichai, der Begründer der israelischen Lyrik, wurde 1924 in Würzburg geboren und emigrierte 1935 nach Palästina. Sein Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ spielt im zerstörten und teilweise wiederaufgebauten Würzburg, das Amichai 1958 besucht hatte. Die Zeit der Kindheit um 1930 wird ebenso in die Irrgänge des Protagonisten Joel integriert wie die Nachkriegszeit. Wir besuchen wichtige Handlungsorte, hören entsprechende Textstellen aus dem großen Roman Amichais und vollziehen die Poetisierung eines Realraums in der Fiktion.

Mittwoch, 25. April 2018

Readers‘ Corner „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 12.45 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

offen, geschlossen, offen
Sulamith Sparre präsentiert ihre neue Übersetzung von Jehuda Amichais letztem Gedichtband in hebräisch und deutsch.
16 Uhr, Museum am Dom
Eintritt frei

Phantomschmerzen
Elisabeth Stein-Salomon liest aus Amichai „Nicht von jetzt, nicht von hier“, Dr. Anton Holderied führt durch die Prothesensammlung „Second-Hand“.
17 Uhr, Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) – Region Unterfranken
Georg-Eydel-Str. 13, 97082 Würzburg
Eintritt frei
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Der Ich-Erzähler in Amichais Roman kehrt im Jahr 1958 in seine Geburtsstadt zurück, in der ihm Kriegsversehrte und Invalide begegnen. Er selbst begreift sich als versehrt: „Ich bin blind, habe eine Seelenprothese und bin nicht gekommen, um zu lieben, sondern um zu hassen.“ Auch die Beinprothese der Kindheitsfreundin Ruth spielt eine wichtige Rolle im Roman.
Im Ausstellungsraum der Würzburger Prothesensammlung „Second Hand“ liest Elisabeth Stein-Salomon Passagen aus „Nicht von jetzt, nicht von hier“. Anschließend führt Dr. Anton Holderied durch die Ausstellung.
Das kleine, aber feine Museum ist Teil der Orthopädischen Versorgungsstelle (OVSt) des ZBFS – Unterfranken, die sich seit ca. 100 Jahren um die Versorgung der Kriegsopfer kümmert und bis heute Schwerverletzten unter anderem durch Prothesen einen möglichst funktionalen Einsatz für verlorene Körperteile bietet.

Archäologie als Allegorie, Metapher und historische Reflexion im Roman Jehuda Amichais
Ulrich Sinn lädt in Kooperation mit der KHG und der Katholischen Akademikerseelsorge zu einem Vortrag mit Gespräch, Lesung und anschließender Diskussion ein.
20 Uhr, Katholische Hochschulgemeinde, Großer Saal, Hofstallstraße 4
Eintritt frei
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Im Roman lässt Jehuda Amichai sein Alter Ego Joel als Archäologen agieren. In einem Vortrag bespricht der emeritierte Archäologie-Professor Ulrich Sinn die vielfältigen Rückgriffe auf archäologische Denkmäler und Anspielungen auf die Arbeitsweise der Archäologen. Der Schauspieler Rainer Appel liest ausgewählte Textpassagen. Burkhard Hose, Studentenpfarrer der KHG, erläutert die Bedeutung der im Roman angesprochenen Schriftrollen von Qumran.
In einem der beiden Erzählstränge des Romans reist der in Israel erfolgreiche Archäologe Joel in seinen deutschen Geburtsort Weinburg (alias Würzburg), um in der Vorgehensweise eines Archäologen die genauen Umstände der Verschleppung seiner Kindheitsfreundin Ruth ins KZ zu ergründen und die dafür Verantwortlichen aufzuspüren: „In der Archäologie gibt es nur Ausgrabung und Rekonstruktion. Man findet eine zerstörte Stadt, entdeckt schwarz verfärbte Bausteine und Ziegel und sagt »Da ist Eroberung gewesen, Brandschatzung und Gemetzel.« Aber es gibt weder Erbarmen noch Rache. Auch ich war zu der Ansicht gelangt, mein Hiersein diene allein dazu, Ruths letzte Lebenszeit zu rekonstruieren.“
Bei seinen ›Ausgrabungen‹ stößt Joel auch auf ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Universität Würzburg.

Donnerstag, 26. April 2018

Readers‘ Corner „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 12.45 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Jehuda Amichai trifft auf Josef Schuster – Pia Beckmann im Gespräch mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland
Dr. Pia Beckmann, Oberbürgermeisterin a.D. und promovierte Germanistin, erzählt vom kleinen Ludwig Pfeuffer, dem späteren Jehuda Amichai, und seiner Familie. Sie liest kurze Szenen aus „Nicht von jetzt, nicht von hier“ und befragt dazwischen immer wieder Dr. Josef Schuster, wie er die Zeit in Würzburg erlebt hat.
19.30 Uhr, Shalom Europa, Valentin-Becker-Straße 11Anmeldung unter mail@piabeckmann.de
Eintritt frei (um Spende für einen guten Zweck wird gebeten)
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Josef Schuster kam als Kleinkind exakt zu der Zeit nach Würzburg, in der das Buch spielt. Beckmann geht anhand des Buches auf Spurensuche: Was hat David Schuster seinem Sohn aus dieser Zeit erzählt? Welche Bilder bewegen den Würzburger Josef Schuster noch heute? Was bedeuten das Jüdisch-Deutsche, der jüdische Glaube, die Riten für sein Leben? Wie sieht er das mit der Rache, die in dem Buch thematisiert wird? Was ist ihm wichtig, auch und gerade in einer Zeit, in der Ausgrenzung in manchen Kreisen wieder salonfähig zu werden scheint? Was können wir jungen Menschen aus diesen Erfahrungen für die Zukunft mitgeben?

Freitag, 27. April 2018

Readers‘ Corner „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 12.45 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Jehuda Amichai: Eine lyrische Spurensuche in Würzburg, Italien und Jerusalem
Die Dante Alighieri Gesellschaft Würzburg lädt ein. Es liest Amadé Esperer.
19.30 Uhr, Toskanasaal in der Würzburger Residenz, Residenzplatz, Tor 2a
Eintritt 15 €

Samstag, 28. April 2018

Readers‘ Corner „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 12.45 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Spurensuche im Quartier der Jugend
Stadtführung mit Dr. Hans Steidle auf den Spuren Amichais im Frauenland
15 Uhr, Treffpunkt Residenzbrunnen
Teilnahmegbühr 5 €, höchstens 25 Personen, Anmeldung unter hansrsteidle@web.de 
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Es werden Orte aufgesucht, die in der Kindheit Amichais eine Rolle spielten und in seinem Roman poetisiert und fiktionalisiert wurden. So finden wir historische und literarische  Schichten im Frauenland, wo Amichai nahe dem heutigen Zentrum „Shalom Europa“ seine Kindheit mit der Freundin Ruth Hannover verlebte. Durch Fotografien und Textstellen aus dem Roman „Nicht von hier, nicht von jetzt“ wird die Erfahrung von Realität und Poetisierung der Schauplätze unterstützt. Dauer rund 100 Minuten

Lesung mit Aussicht auf der Landesgartenschau
Wolfgang Salomon u.a. lesen Passagen aus „Nicht von jetzt, nicht von hier“, in denen Amichai die israelische und die mainfränkische Landschaft mit Worten zeichnet.
16 bis 18 Uhr, Landesgartenschau, Belvedere
Eintritt frei, Tagesticket für Landesgartenschau erforderlich!

Jehuda Amichai „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Lesung und Vortrag mit Schauspieler Rainer Appel und Dr. Hans Steidle
20 Uhr, Bücherei im Bahnhof Veitshöchheim
Eintritt 5 €, Anmeldung unter service@bib.veitshoechheim.de
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 Der israelische Archäologe Joel befindet sich in einer Lebenskrise: Soll er die große Liebe in Jerusalem suchen oder sich mit seiner Kindheit in Weinburg (Würzburg) auseinandersetzen – sich seiner Sehnsucht nach der Geborgenheit in der Kindheitsstadt oder dem Schmerz über die Ermordung seiner Freundin Ruth durch die Nazis stellen. Amichai lässt beide Handlungen parallel laufen und Joel durch das Nachkriegs-Würzburg und durch Jerusalem wandern, auf einer faszinierenden Suche, die uns die Städte, Menschen und Geschichte mit ihrer Vergangenheit und Problematik vor Augen führt. Der Schauspieler Reiner Appel liest prägnante Textstellen, Hans Steidle erzählt über Amichai, den autobiographischen Bezug und die Handlung des Romans.

Sonntag, 29. April 2018

„Unterwegs sein“ – Preisverleihung des Schreibwettbewerbs
Der Autorenkreis Würzburg und der Würzburg liest e.V. haben anlässlich der Städteleseaktion einen Schreibwettbewerb zum Thema „Unterwegs sein“ ausgeschrieben. Ulrike Sosnitza moderiert die Veranstaltung, bei der die Preisträger durch die Jury bekannt gegeben werden und die drei Gewinnertexte gelesen werden.
Eine Veranstaltung in Kooperation dem Juristen Alumni Würzburg e.V.  
11 Uhr, Max-Stern-Keller, Alte Universität, Domerschulstraße
Eintritt frei
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 Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Juroren des Schreibwettbewerbs:
Dr. Christine Ott Stellwerck Verlag, Universität Würzburg
Dr. Ernst Schneider, Museum für Franken
Dr. Birgit Speckle, Bezirk Unterfranken
Monika Stoianov, Antiquariat BRAUCHBAR
Georg Zeies, Mainfrankentheater 

Jehuda Amichai, ein deutsch-jüdisches Dichterschicksal
VISITee-Lesung mit Israel Schwierz und Frank Stößel
11 Uhr, Oxfam Würzburg, Augustinerstraße 8
Eintritt frei, Anmeldung unter frankstoessel@kabelmail.de
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Im Zentrum der Lesung steht der vergriffene Band: „Yehuda Amichai – Zwischen Würzburg und Jerusalem – Ein deutsch-jüdisches Dichterschicksal“. Bruno Rottenbach hatte die Texte 1981 für die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Würzburg zusammengestellt. Die beiden ehemaligen Lehrer Israel Schwierz und Frank Stößel tragen zur Einführung in Yehuda Amichais Lyrik dessen Interview mit der Jerusalem Post von 1978 vor. Darin erläutert der Dichter Einflüsse, Themen und Gestaltung seiner Dichtkunst so authentisch, dass es keiner Einführung in die Auswahl der Gedichte bedarf, um das Schicksal des deutsch-jüdischen Dichters zu verstehen. Zur VISITee-Lesung wird ein Tee gereicht. Der Eintritt ist frei.

Führung über den jüdischen Friedhof Allersheim

Kopfbedeckung für Männer und festes Schuhwerk erforderlich.
14 Uhr Bezirksjudenfriedhof Allersheim, Seebachweg, 97232 Giebelstadt-Allersheim
Anmeldung unter f.langeworth@gmx.de
Unkostenbeitrag 5 €
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„So viele Grabsteine sind in der Vergangenheit meines Lebens verstreut“. Dies schrieb Jehuda Amichai in seinem Gedicht „Luxus“. Seine Vorfahren väterlicherseits sind auf dem Bezirksjudenfriedhof Allersheim begraben. Friederike Langeworth, die Archivarin des Markts Giebelstadt, führt über den Friedhof und erzählt Wissenswertes aus der Geschichte der Juden in Franken.
Die Familie Pfeuffer, die seit spätestens der Mitte des 18. Jahrhunderts in Giebelstadt ansässig war, ist ein typisches Beispiel für das fränkische Landjudentum, das sich seit der Vertreibung aus dem Hochstift Würzburg vor allem in den kleineren Herrschaften ansiedeln konnte. Der Bezirksjudenfriedhof Allersheim wurde ab 1665 errichtet und zeigt heute auf 1,6 Hektar noch fast 2000 Grabsteine von mehr als 20 jüdischen Gemeinden. Anhand dieser steinernen, kultur- und kunstgeschichtlichen Zeugnisse können 350 Jahre jüdischer Geschichte vom Main bis zur Tauber gezeigt werden.

Intellektuellen-Treff bei Gräfin von Tuchtolz
und andere satirische Passagen aus „Nicht von jetzt, nicht von hier“
Britta Schramm liest, der Künstler Michael Blümel zeichnet live-simultan
16 Uhr, Museum im Kulturspeicher
Museumseintritt 4,50 € / erm. 2,50 €
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Die Schauspielerin und Regisseurin Britta Schramm hat den Schwerpunkt ihrer Lesung auf das Groteske und Kuriose in Jehuda Amichais Roman „Nicht von jetzt, nicht von hier“ gelegt. Die ausgewählten Textpassagen bringen den Zuhörer zum Schmunzeln, ja, zum Lachen. Es gibt sie nämlich, neben den ernsten Inhalten: die humorigen, wundersamen, merkwürdigen, skurrilen und schrägen Momente, erlebt vom Protagonisten Joel. Zugegeben, dem einen oder anderen wird das Lachen in der Kehle stecken bleiben. Komik und Tragik liegen bei Amichai äußerst nah beieinander.
Michael Blümel zeichnet dazu live. Die Zuschauer können das Entstehen der Zeichnungen auf einer Leinwandprojektion mitverfolgen.Im Anschluss an die Veranstaltung besteht die Möglichkeit die Zeichnungen bei Michael Blümel zu erwerben.

Freitag, 4. Mai 2018

Würzburg liest ein Buch – Wipfeld liest mit
Lichtbildervortrag zu Jehuda Amichai von Willi Dürrnagel
19 Uhr, Literaturhaus Wipfeld, Bachgasse 1, 97537 Wipfeld
Eintritt frei, Spenden willkommen
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Der jüdische Schriftsteller Jehuda Amichai wurde 1924 in Würzburg geboren und ist dort aufgewachsen. Er wurde mehrmals zum Literaturnobelpreis vorgeschlagen und erhielt auf Antrag von Willi Dürrnagel den Kulturpreis seiner Geburtsstadt Würzburg. Nach ihm wurde, ebenfalls auf Antrag von Willi Dürrnagel, in Würzburg eine Straße benannt. Die Teilnahme ist kostenfrei, Spenden zur Unterstützung des Literaturhauses sind willkommen.

Sonntag, 6. Mai 2018

Führung durch das Jüdische Museum Shalom Europa
Prof. Dr. Dr. Karlheinz Müller führt durch das Museum der Jüdischen Gemeinde Würzburg und Unterfranken.
14 Uhr, Jüdisches Museum Shalom Europa, Valentin-Becker-Str. 11
Museums-Eintritt 3 € / ermäßigt 2 €, Eintritt frei für Kinder bis 10 Jahre
Eine Anmeldung ist nur für Gruppen erforderlich unter Tel: 0931/4041441.
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Im Museum Shalom Europa stellt die Jüdische Gemeinde in Würzburg ihre Religion aus. Jüdische und nichtjüdische Besucher sind eingeladen, sich des Kanons Jüdischer Grundwerte zu vergewissern oder ihn authentisch kennenzulernen: die Schriftliche und die Mündliche Tora, Schabbat, Kalender, Alltag und Feste, Tod und Trauer. Aber auch die Geschichte der jüdischen Religion in der christlich dominierten Metropole Würzburg von 1100 bis in die Gegenwart findet eine eindringliche Darstellung.
Das Museum zeigt und erklärt außerdem die größte Hinterlassenschaft aus einem mittelalterlichen Judenfriedhof weltweit.

Bisherige Veranstaltungen:

Sonntag, 7. Mai 2017

Buchpräsentation
11 Uhr, Toskanasaal in der Würzburger Residenz
Eintritt frei
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Prof. Dr. Wolfgang Riedel begrüßt, Dr. Hans Steidle, der Amichai-Experte in Würzburg, führt in den Roman ein, Burkard Hose spricht als Vertreter der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, der Schauspieler Rainer Appel liest ausgewählte Passagen, ein musikalisches Begleitprogramm von Pianist Rudi Ramming rundet das Programm ab.

Freitag, 29. September 2017

Herbstlese(n)
Die Arbeitsgemeinschaft „Würzburg liest ein Buch“ lädt an diesem Abend zu einem Informationstreffen ein.
19 Uhr, Kunsthaus Michel, Semmelstraße 42
Eintritt frei
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Kommen Sie danach mit den Organisatoren von „Würzburg liest ein Buch 2018“ ins Gespräch und erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten, sich als Vorleser oder Initiator einer Veranstaltung zu während der Aktionswoche vom 19. bis 29. April zu engagieren.

Donnerstag, 9. November 2017

„Nicht von jetzt, nicht von hier“
Diskussion und Gespräch im Literaturkreis der Martin-Luther-Kirche
Gäste sind willkommen.
19.30 Uhr, Kindergarten Sternschnuppe
Zeppelinstraße 21 a
Eintritt frei