Programm 2020

Zentraler Aktionszeitraum ist Donnerstag, der 23. April bis Sonntag, der 3. Mai 2020, doch auch davor und danach finden viele Veranstaltungen in Würzburg und der Region zu Max Mohr und zu seinem Roman „Frau ohne Reue“ statt. Auf dieser Seite wird das entstehende Programm ständig ergänzt.

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Veranstaltungen vor der Aktionswoche:

Samstag, 29. Februar 2020

Zusatztermin: Professionell vorlesen!
Vorleseworkshop mit Martin Menner für alle, die an ihrer Vorlesekompetenz arbeiten möchten
12 – 15 Uhr, Stadtteilbücherei Hubland im Tower, Rottendorfer Straße 71
Teilnahmegebühr 10 €, Anmeldung unter vorleseworkshop@wuerzburg-liest.de

Montag, 2. März 2020

„Frau Gade streikt“
Frauen in den Zwanziger Jahren – Lesung und Gespräch mit Edith Röll
16 Uhr, Seniorenstift Juliusspital
geschlossene Veranstaltung des ehrenamtlichen Betreuungsdienstes der Malteser

Samstag, 14. März 2020

Ach nach Grönland mit einer Ziehharmonika!
Max Mohr und D.H.Lawrence – Briefe einer Freundschaft, Hörstück von Nicolas Humbert
8.05 Uhr bis 9 Uhr, Radiosendung auf Bayern 2, Bayerisches Feuilleton

Sonntag, 15. März 2020

Ach nach Grönland mit einer Ziehharmonika!
Max Mohr und D.H.Lawrence – Briefe einer Freundschaft, Hörstück von Nicolas Humbert
20.05 Uhr bis 21 Uhr, Radiosendung auf Bayern 2, Bayerisches Feuilleton

Mittwoch, 25. März 2020

Von Würzburg nach Shanghai
Eine Annäherung an Max Mohr von Michael Schurr und Franz Ziegler
19.30 Uhr, Nachtwächter-Stüble, Plattnerstraße 5
Eintritt frei, Anmeldung unter info@wuerzburger-nachtwaechter.de
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„Er schlief ein. Nelly lag eine Weile still daneben, dann stieß sie ihn wieder an und bellte. Dann leckte sie sein Gesicht. Er spürte es noch, er verzog den einen Mundwinkel zu einem Lächeln. Dann stieß sie ihn wieder mit der Schnauze an, und er spürte es nicht mehr. Schließlich ließ sie es sein und wartete. … Die Sterne verblaßten, und die Grausamkeit der Alpen kroch in ihre Tageshöhle zurück, da fanden sie den Platz. Die Hündin hockte steif daneben. Der Leichnam war ganz hart und schwarz …“ (Frau ohne Reue, S. 95).
In einer biographischen Skizze erfolgt eine Annäherung an das Leben von Max Mohr. Gleichzeitig beleuchten Leseszenen das Scheitern der männlichen Hauptfigur des Romans „Frau ohne Reue“. Vielleicht nimmt der Autor damit sein eigenes Schicksal und sein Scheitern vorweg.

Samstag, 28. März 2020

„Frau ohne Reue“
Wohnzimmerlesung mit Schauspielerin Edith Abels
19 Uhr, bei Katharina Hueber, Johann-Salomon-Strasse 13, Würzburg-Oberdürrbach
maximal 30 Teilnehmer, Anmeldung unter hueber-katharina@t-online.de

Dienstag, 31. März 2020

Die Mohr’sche Malzfabrik – Die Geschicke des Familienbetriebs bis zur „Arisierung“
Vortrag von Dr. Hans-Peter Baum, langjähriger Leiter des „Dokumentationszentrums für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken“, eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Johanna-Stahl-Zentrum Würzburg
19 Uhr, Ratskeller Würzburg in der „Kapelle“
Eintritt frei, Anmeldung unter jsz@bezirk-unterfranken.de
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Der bürgerliche Wohlstand der Familie Mohr beruhte auf der Erzeugung eines Produkts, das nicht als typisch für Würzburg gelten kann, auch wenn hier zumindest seit 1643 Bier gebraut wird. In diesem Vortrag sollen die Geschicke der Mohr’schen Malzfabrik, die über viele Jahrzehnte in der Alten Kaserngasse im Mainviertel bestand, beleuchtet werden, zumal das Ende der Firma beispielhaft für die nationalsozialistische Verdrängung der Juden aus dem Wirtschaftsleben stehen kann. Nebenbei soll auch das Wohnhaus der Familie Mohr in der Rottendorfer Straße in den Blick genommen werden.

Mittwoch, 1. April 2020

„Lieber keinen Kompaß als einen falschen“ –  Der Schriftsteller Max Mohr 1881–1937
Eröffnung der Ausstellung mit Bildern und Texten aus Leben und Werk, zusammengestellt von Nicolas Humbert und Daniel Osthoff
geöffnet bis Dienstag. dem 28. April, jeweils Montag bis Donnerstag 8 – 18 Uhr, Freitag 8 – 14 Uhr
17 Uhr, Rathaus-Foyer
Eintritt frei
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Die Ausstellung mit insgesamt 36 Tafeln trägt die Handschrift von Max Mohrs Enkel Nicolas Humbert. Sein Konzept ist weniger ein didaktisches, das Informationen transportieren möchte, sondern ein eher assoziatives, ja fast lyrisches, das ausgesuchte Bilder, Fotografien und Dokumente mit Textpassagen und Briefstellen aus Mohrs Werk zusammenbringt. Sie zeigt keine Chronologie von Mohrs Leben, sie ist eher eine Schau seines Werkes und gleichzeitig die Schau des Menschen Mohr. Durch die Aufeinanderfolge von Bild und Text ergibt sich ein Ganzes und am Ende hat der Betrachter durch seine Assoziationen ein eigenes Bild von Max Mohr erarbeitet.

Donnerstag, 2. April 2020

„Frau ohne Reue“ oder die Suche nach dem Lebenssinn
Referent: Dr. Hans Steidle, Stadtheimatpfleger
19 Uhr, Rudolf-Alexander-Schröder-Haus, Wilhelm-Schwinn-Straße 3
Eintritt 6 €, ermäßigt 3 €, ohne Anmeldung
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Im 1933 veröffentlichen letzten Roman Max Mohrs „Frau ohne Reue“ steht eine junge Ehefrau  und Mutter im Mittelpunkt, die aus der alltäglichen Lebensmonotonie  ausbricht und schließlich in der Bergeinsamkeit der Alpen mit ihrem Geliebten und der Tochter eine sinnvolle Lebensalternative aufbauen  will. Nach dem Scheitern des Experiments versucht Lina Gade ein  innerlich und äußerlich völlig unabhängiges und selbstbestimmtes Leben  einer modernen Frau zu verwirklichen. Auch diesen Lebensweg zum Dasein  ohne Reue kennzeichnen existenzielle Widersprüche und Herausforderungen. Tatsächlich ist der Roman nicht nur eine skeptische Vision der Lebensmöglichkeiten um 1930, sondern auch der Abgesang auf die Versuche,  aus der Krise der Gesellschaft Auswege zu gestalten. Der erfolgreiche  Aufstieg des Nationalsozialismus ist in dem Werk zwar nur indirekt, aber  nachhaltig gespiegelt.

Sonntag, 5. April 2020

Rastlosigkeit. Der Ärzteliterat Max Mohr (1891-1937)
Vortrag des Medizinhistorikers Prof. Florian Steger, Universität Ulm, eingeladen von Prof. Dr. med. Georg Ertl, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Würzburg, und Prof. Dr. Wolfgang Riedel, Seniorprofessor für Neuere Deutsche Literaturgeschichte
11 Uhr, Toskanasaal in der Würzburger Residenz, Residenzplatz, Tor 2a
Eintritt frei
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Max Mohr (1891–1937) arbeitete als Arzt am Tegernsee und feierte in den 1920er Jahren große Erfolge als Dramatiker. Er hatte ein dichtes intellektuelles Netzwerk, wie auch aus seinen Briefen ersichtlich wird. In seinen Theaterstücken und Romanen thematisierte er häufig das Leben in der Großstadt im Kontrast zu einem einfachen Leben auf dem Land. Mohr fühlte sich von der damaligen Weltmetropole Berlin fasziniert und abgestoßen zugleich. 1933 musste er wegen seiner jüdischen Herkunft emigrieren und floh nach Shanghai. Dort praktizierte er als Arzt, bis er 1937 an einem Herzinfarkt starb. In seinem Vortrag wird der Medizinhistoriker und Max Mohr-Kenner einen Einblick in das faszinierende Leben und Werk des bedeutenden Ärzteliteraten geben, der zwischen verschiedenen Polen wie Land und Stand sowie Freiheit und Familie hin- und hergerissen lebte.

Montag, 6. April 2020

Max Mohr – Der Schriftsteller und Arzt aus Würzburg  
Digitaler Lichtbildervortrag von Willi Dürrnagel auf Einladung des VdK Ortsverband Würzburg-Sanderau 
14 Uhr, Caritas Seniorenzentrum St. Thekla, Ludwigkai 12
Eintritt frei

Mittwoch, 8. April 2020

Lesung mit Aussicht auf der Sternwarte Würzburg
Peter Schramm zeigt Himmelsobjekte, Wolfgang Salomon, Cornelia Boese u.a. lesen bei Vollmond aus „Frau ohne Reue“
21 Uhr, Sternwarte Würzburg, Johannes-Kepler-Straße, 97074 Würzburg
Eintritt frei, Spenden willkommen, nur mit Anmeldung unter wsalomon@freenet.de
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Die Initiative „Würzburg liest ein Buch“ ist zu Gast in der Kuppel der Sternwarte Würzburg . Gelesen werden Mondszenen aus dem Buch „Frau ohne Reue“ von Max Mohr. Dazu werden bei guter Sicht der Orionnebel im Sternbild Orion gezeigt, die Venus in ihrer halb beleuchteten Phase, sowie ein schöner Doppelstern, der zeigt, dass die Keplerschen Gesetze im ganzen Universum gelten und nicht nur in unserem Sonnensystem. Gegen 21.30 Uhr richten wir die Fernrohre dann auf den aufgehenden Vollmond, der auch schon mit bloßem Auge aus dem Kuppelfenster sein anheimelndes Licht verströmt.

Dienstag, 14. April 2020

Public Viewing „Ramper“
Schauspieler und Organisatoren präsentieren die Video-Dokumentation der Aufführung des Stückes „Ramper“ von Max Mohr im Theater Chambinzky aus dem Jahr 2002, mit u.a. Rainer Appel, Britta Schramm und Roland Flade.
18 Uhr, Kulturklub des Theater Chambinzky, Valentin-Becker-Straße 2
Eintritt frei
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Max Mohrs Theaterstück „Ramper“ wurde 1925 in den großen Theaterhäusern in München, Hamburg, Karlsruhe, Mainz und Bochum gleichzeitig uraufgeführt. 1927 wurde das Erfolgsstück mit Stummfilmstar Paul Wegener in der Titelrolle als „Ramper, der Tiermensch“ verfilmt. 1928 war Paul Wegener mit seiner Theatertruppe zu einem Gastspiel in Würzburg. Erst 2002 inszenierte Reinhard Mahlberg die Geschichte vom Polarforschers, der im Eis strandet, wieder im Theater Chambinzky, um den völlig vergessenen Max Mohr in seiner Geburtsstadt in Erinnerung zu rufen.

Mittwoch, 15. April 2020

Ausstellungsbesuch für Senioren
Edith Röll und die Malteser-Oldies besuchen die Ausstellung „Lieber keinen Kompaß als einen falschen“
15 Uhr, Rathaus-Foyer
Eintritt frei, Gäste willkommen

Max Mohr – ein frühmoderner Meister des Sonetts
Amadé Esperer & Uwe Dolata lesen Lyrik von Max Mohr
20 Uhr, Kulturkeller Z87, Bürgerbräuareal, Frankfurter Straße 87
Eintritt 5 €
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Max Mohr war zu seiner Zeit ein ungeheuer produktiver Dichter. Heute sind noch einige Romane, wie etwa „Frau ohne Reue“ im Buchhandel erhältlich, aber seine Lyrik, von der nur ein sehr kleiner Teil in den 1930er Jahren erschienen war, ist heute nur noch wenigen Spezialisten bekannt. Amadé Esperer und Uwe Dolata möchten mit ihrer Lesung einige der meisterhaften Sonette von Max Mohr, die er während des Ersten Weltkrieges und in der Zwischenkriegszeit der Weimarer Republik schrieb, dem Würzburger Publikum lesend und erläuternd zu Gehör bringen, indem sie die Gedichte in Informationen zu ihrer Entstehungsgeschichte einbetten.

Donnerstag, 16. April 2020

Frauen in Würzburg – ein Stadtrundgang durch die Geschichte
mit Rudi Held in Kooperation mit der Bildungsgewerkschaft GEW
16 Uhr, Treffpunkt Hauptportal der Augustinerkirche am Dominikanerplatz
Teilnahmegebühr 5 €, GEW-Mitglieder, Studierende und Azubis frei, begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung unter presse@gew-unterfranken.de
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Als das Christentum nach Würzburg kam, spielten Frauen wie Immina und Gailana im öffentlichen Leben noch eine wichtige Rolle. Aber hat selbige Gailana wirklich unseren Heiligen Kilian auf dem Gewissen? Im hohen Mittelalter schlossen sich freiheitswillige Frauen zu Beginen-Gemeinschaften zusammen. Um 1600 kam es zu Hexenprozessen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erkämpften sich Frauen einen freien Zugang zu Bildung und Wahlrecht. Die Stadtführung berichtet u.a. von der Ärztin Klara Oppenheimer, der Volkswirtin Johanna Stahl, der Juristin Magdalene Schoch, der Künstlerin Emy Roeder und der Schriftstellerin Elisabeth Dauthendey.

Venus in den Fischen
Max Mohrs bekanntester Roman interpretiert von „Der Vorleser“ Horst Taupp-Meisner
19.30 Uhr, Buchhandlung Dreizehneinhalb, Eichhornstr. 13 ½
Eintritt 5 €, Anmeldung unter rottmann@dreizehn-einhalb.de

Freitag, 17. April 2020

Frau ohne Reue – Szenische Lesung mit Stummfilmszenen und Schlagercombo
aus dem gleichnamigen Roman von Max Mohr
Es sprechen: Britta Schramm, Anne Hansen, Bodo Koch, Hermann Drexler, Annette Patrzek und Jörg Ewert
Es musizieren: Susanne Debold, Charlotte Emigholz, Markus Fäth, Wolfram Bieber (Gesang), Bernhard Kuffer (Piano), Monika Wendel (Bariton), Johanna Ewert (Cello), Martin Schauer (Trompete) und Erhard Drexler (Klarinette)
20 Uhr, Theater am Neunerplatz, Adelgundenweg 2a
Eintritt 12 € / ermäßigt 8 €, Reservierung unter www.neunerplatz.de
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3 Sprecher und 3 Sprecherinnen werden den verschiedenen Charakteren von Max Mohrs Roman ihre Stimme leihen und die Geschehnisse rund um Lina Gade, die „Frau ohne Reue“, auf der Bühne des Theaters am Neunerplatz lebendig werden lassen.
Ein Gesangsquartett samt „Palastorchester“ begleitet die Geschehnisse mit Schlagermusik der 1930er Jahre und lässt den Zeitgeist der Weimarer Republik spürbar werden. Da dürfen ein paar Stummfilmszenen nicht fehlen, um den Berliner Flair dieser „goldenen Epoche“ zu vervollständigen.

Samstag, 18. April 2020

Frau ohne Reue – Szenische Lesung mit Stummfilmszenen und Schlagercombo
aus dem gleichnamigen Roman von Max Mohr
Es sprechen: Britta Schramm, Anne Hansen, Bodo Koch, Hermann Drexler, Annette Patrzek und Jörg Ewert
Es musizieren: Susanne Debold, Charlotte Emigholz, Markus Fäth, Wolfram Bieber (Gesang), Bernhard Kuffer (Piano), Monika Wendel (Bariton), Johanna Ewert (Cello), Martin Schauer (Trompete) und Erhard Drexler (Klarinette)
20 Uhr, Theater am Neunerplatz, Adelgundenweg 2a
Eintritt 12 € / ermäßigt 8 €, Reservierung unter www.neunerplatz.de
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3 Sprecher und 3 Sprecherinnen werden den verschiedenen Charakteren von Max Mohrs Roman ihre Stimme leihen und die Geschehnisse rund um Lina Gade, die „Frau ohne Reue“, auf der Bühne des Theaters am Neunerplatz lebendig werden lassen.
Ein Gesangsquartett samt „Palastorchester“ begleitet die Geschehnisse mit Schlagermusik der 1930er Jahre und lässt den Zeitgeist der Weimarer Republik spürbar werden. Da dürfen ein paar Stummfilmszenen nicht fehlen, um den Berliner Flair dieser „goldenen Epoche“ zu vervollständigen.

Sonntag, 19. April 2020

„Und hoffentlich bald Geld!“
Das Geld in den Korrespondenzen Max Mohrs und im Roman „Frau ohne Reue“ – Lesung und Gespräch von und mit Johannes Priesemann
16 Uhr, KUNST im blauen haus, Adolphsbühlstr. 59, Adelsberg bei Gemünden
Eintritt frei, Anmeldung unter imblauhaus@web.de

Montag, 20. April 2020

Max Mohr – der vergessene Schriftsteller aus Würzburg
Vortrag von Dr. Roland Flade mit zahlreichen Fotos
Eine Veranstaltung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Würzburg
19 Uhr, David-Schuster-Saal des Shalom Europa, Valentin-Becker-Straße 11
Eintritt frei
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 Max Mohr, geboren 1891 in Würzburg und promovierter Arzt, war in der Weimarer Republik ein zeitweise sehr erfolgreicher Dramen- und Romanautor, doch in seiner Heimatstadt blieb er weitgehend unbekannt.
Mohr war ein Weltbürger, der abenteuerliche Reisen unternahm und zeitweise im pulsierenden Berlin lebte; dazwischen verbrachte er mit seiner Frau und seiner Tochter viele Jahre auf einem abgeschiedenen Bergbauernhof in den Alpen.
Bis zu seiner Emigration 1934 arbeitete Mohr an seiner Karriere als Schriftsteller.  Als die Nationalsozialisten ihm, dem Juden, diesen Weg endgültig versperrten, baute er sich eine Existenz als Arzt in Shanghai auf. Hier starb er 1937 an Überarbeitung.

Lebensstationen
im Roman „Frau ohne Reue“ und im Leben Max Mohrs, vorgestellt von Edith Röll
19 Uhr, Pfarrzentrum St. Josef Oberdürrbach, St.-Josef-Str. 7
Eintritt frei

Dienstag, 21. April 2020

Frau ohne Reue – Frau mit Verantwortung
Was denken Sie?
Podiumsdiskussion mit vier Frauen aus vier Dekaden: Dr. Pia Beckmann (50plus) im Fishbowl-Gespräch mit Carmen Schiller (40plus), Bloggerin, Dozentin, Gleichstellungsbeauftragte, Sonja Weichand (30plus), Autorin, Dozentin, Sarul Dubiel (20plus), Musikerin, Zahnärztin – und Ihnen!
19 Uhr, Kellerperle, Am Studentenhaus 1
Eintritt frei, Spenden zugunsten eines pics4peace-Projekts zur Stärkung junger Frauen willkommen
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Mohr zeichnet den Weg einer Frau, die sich aus den gesellschaftlichen Zwängen und ihrer Familie befreit und hinaus in ein ungebundenes, freies Leben zieht. Getrieben von ihren Ängsten, ergreift sie die Flucht nach vorn. Auf der Suche nach ihrem eigenen Leben. Das bleibt nicht ohne Kollateralschäden.
Inwieweit ist das noch aktuell? Wäre es zu den beiden Weltkriegen gekommen, wenn Frauen 50 Prozent der Macht in ihrer Hand gehabt hätten? Welchen Konflikten sind Frauen heute ausgesetzt? In Wirtschaft, Politik und Gesellschaft?
Darüber spricht die Germanistin, Verfechterin von Frauenrechten und erste OB in der Geschichte der Stadt Würzburg mit ihren Gästen und lädt alle Interessierten ein, sich abwechselnd auf den leeren Stuhl auf dem Podium zu setzen und mitzudiskutieren
mit Sarul Dubiel, für die Kunst eine besondere Ausdrucksform von Politik sein kann: „Mit Musik kann man auf Missstände aufmerksam machen und viele Menschen erreichen, um etwas zu ändern.“
mit Sonja Weichand, die in ihrer Lyrik und in ihrer Prosa immer wieder auf die Bedürfnisse von Frauen eingeht, Widersprüche thematisiert, den Finger in Wunden legt und so zum Nachdenken und Handeln auffordert.
und mit Carmen Schiller, die im Netz und im Dialog vor Ort mit international gefragten Referentinnen auf die Probleme von Frauen aufmerksam macht und  junge Menschen einbindet.

Max Mohr – Der Schriftsteller und Arzt aus Würzburg
Digitaler Lichtbildervortrag von Willi Dürrnagel
19 Uhr, Liborius-Wagner-Bücherei, Kardinal-Döpfner-Platz 5
Eintritt frei, Spenden willkommen

Lesung und literarisches Quartett „Frau ohne Reue“
SchülerInnen des Gymnasium Veitshöchheim präsentieren Max Mohrs Roman in einem Themenabend
19 Uhr, Theaterwerkstatt, Rüdigerstraße 4
Eintritt frei, Karten unter www.theater-werkstatt.com

Max Mohr – Leben und Werk
Vortrag von Dr. Hans Steidle
Eine Veranstaltung der Volkshochschule Würzburg
19.30 Uhr , Skyline Hill Center, Zi. 4 – Amsterdam-Lounge
Eintritt 12 €, Anmeldung mit Kursnummer 71131A-sg unter info@vhs-wuerzburg.de
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Max Mohr, der in Würzburg aufwuchs, führte ein abenteuerliches Leben, als Tramp, Bergsteiger, Kriegsteilnehmer, Arzt und Schriftsteller. In verschiedener Weise spiegelt sein literarisches Werk sein abenteuerliches Leben, es ist aber auch Produkt eines phantasievollen, vielschichtigen Geistes, der sich auf die großen Themen seiner Zeit bezog und seinen individuellen und eigenwilligen Ansatz fand. Er feierte große Triumphe als Dramatiker, schrieb gut lesbare, zeitkritische Romane, in die immer ein Schuss Irrationalismus und Mythisches einfloss. Wir nähern uns dem Denken eines energischen, mutigen und wohl auch innerlich zerrissenen Mannes, der schließlich in Shanghai kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs starb. Der Vortrag dient auch als Vorbereitung der Woche „Würzburg liest ein Buch.“

Mittwoch, den 22. April 2020

Präsentation der Beiträge zum Schulwettbewerb „Mohr und wir“
Eröffnung mit Jörg Nellen und den Wettbewerbsteilnehmern
15 Uhr, Riemenschneider-Gymnasium, Rennweger Ring 12, Erdgeschoss links
Die Ausstellung wird von 23. April bis 3. Mai 2020, Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr gezeigt.
Eintritt frei

„Nun lebt wohl, ihr zwei Liebsten im Schnee“
Britta Schramm und Rainer Appel lesen Briefe von Max Mohr aus dem Shanghaier Exil in die Wolfsgrub
19.30 Uhr Jüdisches Kulturmuseum Veitshöchheim, Thüngersheimer Str. 17
Eintritt 8 €, Anmeldung unter touristik@veitshoechheim.de

Die Aktionswoche

Donnerstag, 23. April 2020

Würzburg liest ein Buch – Ochsenfurt liest mit
Offene Lesung aus Max Mohrs Roman „Frau ohne Reue“
Lesung des kompletten Romans unter freiwilliger Beteiligung des Publikums – es starten Edda Braun (Buchhandlung am Turm), Stephan Clobes, Cornelia Duttler, Arnold Köpcke-Duttler und Leander Sukov.
eine Veranstaltung von Edda Braun,  Buchhandlung am Turm und Leander Sukov
19 Uhr, Kemenate, Kolpingstr. 10, Ochsenfurt
Eintritt frei

Festakt zu „Würzburg liest ein Buch“ 2020
Musikalische Umrahmung: Gerd Semle (Akkordeon) und Wolfgang Salomon (Ukulele)
Max Mohrs „Frau ohne Reue“ steht im Mittelpunkt der vierten Lese-Aktion. Der Schauspieler Rainer Appel moderiert den offiziellen Eröffnungsabend. Er unterhält sich mit den beiden Schirmherren OB Christian Schuchardt und Dr. Josef Schuster, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Würzburg.
Ehrengäste sind der Enkel Max Mohrs Nicolas Humbert, Frederick Reuss und die Verleger Stefan und Barbara Weidle.
Die Schirmherren verleihen im festlichen Rahmen die Preise des Schulwettbewerbs.
20 Uhr, Stadtbücherei Würzburg
Eintritt 5 €, Kartenreservierung bei den Buchhandlungen Dreizehneinhalb, Knodt, Neuer Weg, Schöningh, Stephan, im Antiquariat Osthoff oder unter festakt@wuerzburg-liest.de

Freitag, 24. April 2020

Readers‘ Corner „Frau ohne Reue“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 13 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Führung über den jüdischen Friedhof Würzburg
mit Willi Dürrnagel
15 Uhr, Israelitischer Friedhof, Werner-von-Siemens-Straße 2
Anmeldung bei Willi.Duerrnagel@t-online.de

Buchvorstellung „Frau ohne Reue“
mit Edith Röll und den Malteser Oldies
16 Uhr, Dinea in der Galeria Kaufhof
Eintritt frei

Würzburg liest ein Buch – Höchberg liest mit

Rainer Appel liest um 19 Uhr im Rahmen des langen Bibliotheksabends aus „Frau ohne Reue“
18.30 bis 24 Uhr, Bibliothek Markt Höchberg, Martin-Wilhelm-Str. 2
Eintritt 11 €, das detaillierte Programm des Abends und Karten im Vorverkauf unter www.bibliothek-hoechberg.de

Max Mohr: Frau ohne Reue
interaktive Lesung mit Marion Neuendorf
Eine Veranstaltung der Volkshochschule Würzburg
19 Uhr, Skyline Hill Center, Zi. 4 – Amsterdam-Lounge
Eintritt 12 €, Anmeldung mit Kursnummer 71135A-sg unter info@vhs-wuerzburg.de
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Am konkreten Text von Max Mohrs „Frau ohne Reue“ nähert sich Schauspielerin und Kabarettistin Marion Neuendorf den ambivalenten Figuren dieses Romans mit Elementen aus dem Impro- und Objekttheater. Sie lädt dazu ein, durch das Assoziieren angrenzender Gedanken den Figuren ein eigenes situationsbezogenes Leben zu geben. Dieser Abend sprüht vor Freude an der Improvisation, jeder*r ist eingeladen mitzumachen. Sie können natürlich auch einfach nur zuschauen!

Max Mohr – Der Schriftsteller und Arzt aus Würzburg 
Digitaler Lichtbildervortrag von Willi Dürrnagel
19 Uhr, Kunsthaus Michel, Semmelstraße 42
Eintritt 10 €, Karten unter www.kunsthaus-michel.de

Empowering Women: (auch) eine Frage der Haltung
der ZONTA Club Würzburg und der Zonta Club Würzburg Electra laden ein zum Vortrag von Dr. Evelyn Korn, Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Philipps-Universität Marburg, anschließend Podiumsdiskussion mit Petra Müller-März, Gleichstellungsbeauftragte und Gemeinderätin, Dr. Hülya Düber, Sozialreferentin und Bezirksrätin, Christine Haupt-Kreutzer, Kreisrätin, und Stephanie Böhm, Co-Leitung der Akademie Frankenwarte
19 Uhr, AWO Geriatrische Rehaklinik, Kantstr. 45
Eintritt 6 €, Umtrunk inklusive
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Zum Vortrag:
Wie stark Frauen am öffentlichen Leben teilhaben können, hängt maßgeblich von einigen institutionellen Faktoren ab: Verfügbarkeit von Kinderbetreuung, Lohnniveaus, Besteuerung, Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit, und anderen. Ein Vergleich der Erwerbsbeteiligung von Frauen in OECD-Ländern macht jedoch deutlich, dass diese Faktoren nicht die einzigen erklärenden Bedingungen sein können.
Vielmehr liegt die Vermutung nahe, dass grundsätzliche Werte und Einstellungen in einer Gesellschaft einen wichtigen, jedoch leicht zu übersehenden Einfluss auf die Präsenz von Frauen in der Arbeitswelt oder der Politik haben.
Der Vortrag untersucht diesen Zusammenhang anhand zweier Beispiele: der unterschiedlichen Einstellung zu berufstätigen Müttern in Ost- und Westdeutschland und einem weltweiten Vergleich von Einstellungen zur politischen Befähigung von Frauen und ihrer Repräsentanz in Parlamenten.
Er zeigt, dass individuelle Einstellungen einen messbaren Einfluss auf gesellschaftliche Strukturen haben können.
Zum Podiumsgespräch: Engagierte Frauen stellen ihre Wege und Möglichkeiten der politischen Gestaltung und Mitwirkung dar und diskutieren mit dem Publikum.

Frau ohne Reue – szenische Lesung mit Musik
mit der Klasse 10 c des Johann-Schöner-Gymnasium
Eine gemeinsame Veranstaltung der Stadtbibliothek Karlstadt und des Förderkreises ehemalige Synagoge Laudenbach
19 Uhr, Historisches Rathaus Karlstadt, Uhrenstube
Eintritt frei, Spenden für die Arbeit des Förderkreises willkommen, Anmeldung unter georg.schirmer@synagoge-laudenbach.de

Samstag, 25. April 2020

Readers‘ Corner „Frau ohne Reue“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 13 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Lesung mit Aussicht beim Bayerischen Rundfunk
Eberhard Schellenberger, Hülya Düber, Carl Ludwig Reichert und Wolfgang Salomon lesen aus „Frau ohne Reue“
13 Uhr im BR-Hochhaus, Newsroom
Max. 20 Teilnehmer, Anmeldung unter wsalomon@freenet.de
Eintritt frei

Würzburger Zeitzeuginnen berichten
Wie haben sie die 20er und 30er Jahre als Kinder und junge Frauen erlebt?
16 Uhr, Stephans-Buchhandlung, Stephanstr. 6
Eintritt frei, Anmeldung unter G.langer@stephans-buchhandlung.de
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Welche persönlichen Wünsche, Vorstellungen und Lebensentwürfe hatten sie? Wie dachten die Zeitzeuginnen damals z. B. über Freiheit, Kompromissbereitschaft, ihre Rolle als Frau, das Leben in der Stadt oder auf dem Land? Und wie denken sie heute darüber? Was können sie uns vom Leben und den Träumen ihrer Mütter berichten?
Finden wir Max Mohrs Lina Gade in ihren Erzählungen ein Stück weit wieder?

WOLFSGRUB – Portrait meiner Mutter
Dokumentarfilm, D 1986, 70 Min., Regie: Nicolas Humbert
Mit einer Einführung von Nicolas Humbert, dem Enkel Max Mohrs und Regisseur des Dokumentarfilms
18.15 Uhr, Central im Bürgerbräu
8,50 €, ermäßigt 7,50 €, Reservierung unter www.central-bb.de
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In ‚Wolfsgrub‘ folgt Nicolas Humbert den Spuren seiner eigenen Geschichte. Wolfsgrub heißt das Haus, der Weiler, in dem seine Mutter lebt, eine alternde Frau, die in ihren Worten so jung ist wie ihr fragender Sohn. Sie erzählt von einer Kindheit und Jugend im Deutschland des aufkommenden Nationalsozialismus und von der Geschichte ihres Vaters, des jüdischen Schriftstellers Max Mohr, der 1934 nach Shanghai emigriert und Frau und Tochter zurücklässt. Sie hat die Zeit in Abgeschiedenheit und unter dem Schutz einer starken Mutter überlebt. Nicolas Humbert gibt seiner Mutter viel Raum und Zeit zum Erzählen und geht in konzentrierten Bildern ihrem Alltag nach. Aus den Bruchstücken und Erzählfragmenten entwickelt sich sowohl der Lebensentwurf einer unabängigen Frau als auch das Bild einer Zeit.

Sonntag, 26. April 2020

Kostproben aus Max Mohrs Werk bei einer Schale Tee:
Sonette, Die Nordpolflieger, Das Einhorn
LiteraTee-Lesung & Gespräch mit Israel Schwierz und Frank Stößel
10.30 – 12 Uhr, TeeGschwendner, Domstraße 19
Eintritt frei, begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung bei festoessel@gmail.com oder 0931-69370.

Improvisationen im Juni – ein Drama von Max Mohr
Szenische Lesung in der Dramaturgie von Susanne Bettels
11 Uhr, Mainfranken Theater Würzburg, Foyer
Eintritt frei
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Die hoch verschuldete Fürstin Orloff muss ihr Schloss verkaufen. Es finden sich der Millionär Samuel Will und dessen schwermütiger Sohn. Der Angestellte Tomkinow wendet sich in seiner Angst vor einer ungewissen Zukunft an die Fürstin, die ihm ein folgenschweres Geheimnis offenbart. Gemeinsam mit dem extra engagierten Improvisator Adam Zappe schmiedet der Millionär selbst währenddessen den Plan, Zappes Tochter Olga mit seinem Sohn zusammen zu bringen. Als schließlich alle Personen aufeinandertreffen, nehmen die Verwicklungen ihren Lauf…
Der Schriftsteller Max Mohr verfasste zu Beginn des 20. Jahrhunderts mehrere Dramen, die zwar verlegt, aber nicht aufgeführt wurden. Mit der Uraufführung von „Improvisationen im Juni“ 1922 in München gelang ihm schließlich der Sprung in die Welt des Theaters. In kürzester Zeit wurde das Stück an über 40 Theatern aufgeführt.

Max Mohrs Vorfahren und die Höchberger Juden
Führung durch die Ausstellung in der ehemaligen Präparandenschule und über den jüdischen Friedhof, eine Veranstaltung der Buchhandlung Schöningh in Höchberg
15 Uhr, Treffpunkt Präparandenschule, Sonnemannstraße 15, 97204 Höchberg
Anmeldung unter hoe@schoeningh-buch.de
Eintritt frei
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Die Vorfahren Max Mohrs stammten aus Höchberg. Über das jüdische Leben in der Würzburger Vorortgemeinde informiert Roland Flade in der Dauerausstellung in der ehemaligen Israelitischen Präparandenschule. Beim anschließenden Gang über den jüdischen Friedhof (Am Trieb) geht es unter anderem zu den Gräbern von Max Mohrs Großvater Moritz Mohr (gestorben 1887) und von Elchanan Hyle Wechsler (gestorben 1894). Wechsler war der letzte Höchberger Rabbiner; 1879 veröffentliche der Kabbalist eine prophetische Schrift, in der er den Holocaust vorauszusagen schien.

Exil Shanghai – Eine Hommage an Max Mohr
Komposition aus Film – Lesung – Musik

Film: Simone Fürbringer, Musik: Angelika Schlegel, Lesung: Frederick Reuss & Nicolas Humbert
20 Uhr, Theater am Neunerplatz
Eintritt 12 € / ermäßigt 8 €, Reservierung unter www.neunerplatz.de
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‚Max Mohr – Exil Shanghai’ ist eine Komposition aus Film, Musik und Lesung, die 2012 in John Zorns berühmten Club ‚The Stone’ in New York ihre Premiere hatte und nun in Würzburg wiederaufgeführt wird.
Der Abend besteht aus drei erzählerischen Elementen, die sich miteinander verweben. Die Filmemacherin Simone Fürbringer hat aus Max Mohrs photographischem Nachlass eine Partitur aus Bildern entwickelt. Zur Projektion dieser in Filmform montierten Momentaufnahmen findet die Tonebene live im Theater statt. In ihr verbindet sich die improvisierte Musik der Münchner Akkordeonistin Angelika Schlegel mit der Lesung des amerikanischen Schriftstellers Frederick Reuss aus seinem Roman ‚Mohr’ und Passagen aus den Exilbriefen, die Mohrs Enkel Nicolas Humbert zusammengestellt hat. Aus den Fragmenten entsteht als eine Hommage an Max Mohr das atmosphärische Bild eines Menschen und seiner letzten Jahre im Exil Shanghai.

Montag, 27. April 2020

Readers‘ Corner „Frau ohne Reue“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 13 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Readers’ Corner in der Buchhandlung Knodt
Schaufenster-Lesung aus „Frau ohne Reue“
14 bis 16 Uhr, Buchhandlung Knodt, Textorstraße 4
Eintritt frei

„Nur eine Frau“ – Ehrenmorde in Deutschland am Fallbeispiel Hatun Sürücü
Vortrag von Enis Tiz, eine Veranstaltung der Juristen Alumni Würzburg
Mit einer Einführung von Prof. Hilgendorf, der den Bezug zu Max Mohrs „Frau ohne Reue“ herstellt.
18 Uhr, Alte Universität, Domerschulstr. 16, HS 2
Eintritt frei

Theilheim liest Max Mohr: Frau ohne Reue
Wohnzimmerlesung bei Familie Moser & Frisch
19 Uhr, Theilheim, Randersackerstraße 6
Eintritt frei

Frauengestalten im Werk von Max Mohr, Leonhard Frank und Thomas Mann
Vortrag von Sulamith Sparre
19.30 Uhr, Buchladen Neuer Weg, Sanderstraße 23-25
Eintritt frei

„Mir kommt‘s wie alter Staub vor…
die Stadt, das Quartett, die Zeitungen, der sogenannte Zeitgeist“
Eine intermediale Lesung
Einrichtung Valerie Kiendl und Katharina Schmelter
20 Uhr, Theater Ensemble, Bürgerbräugelände
Eintritt 15 €, ermäßgt 10 bzw. 7 €, Karten unter theater-ensemble@t-online.de

Dienstag, 28. April 2020

Readers‘ Corner „Frau ohne Reue“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 13 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Max, Käthe und Eva Mohr 
Ein Nachmittag über den Schriftsteller und seine Familie mit Charlotte Breyer
15 Uhr, Seniorenheim Hueberspflege der Stiftung Bürgerspital, Kapuzinerstraße 4
Eintritt frei

ZUFLUCHT IN SHANGHAI
Dokumentarfilm, A/USA 1998, 80 Min., Regie: Joan Grossman, Paul Rosdy
18.15 Uhr, Central im Bürgerbräu
Reservierung unter www.central-bb.de
8 €, ermäßigt 7 €
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Zuflucht in Shanghai lässt die ehemalige Welt der ca. 20.000 Juden wiedererstehen, die zwischen 1938 und 1941 nach Shanghai flüchteten, als letzte und einzige Zufluchtsmöglichkeit vor den Nazis. Shanghai war damals ein Freihafen und für die Einreise benötigte man weder ein Visum noch einen Pass. Der Film zeigt die kontrastreiche Welt des Shanghai der 30er und 40er Jahre, und wie eine Gruppe von mittellosen Flüchtlingen in dieser Metropole von Glücksspiel, Verbrechen, Prostitution, Armut und luxuriösestem Reichtum neben und mit der chinesischen Bevölkerung lebte und überlebte. Der Film präsentiert zahlreiche noch nie öffentlich gezeigte Filme über Shanghai in den dreißiger und vierziger Jahren, einzigartige Briefe und Schriften von Flüchtlingen sowie Interviews mit Zeitzeugen.

Improvisationen im Juni – ein Drama von Max Mohr
Szenische Lesung in der Dramaturgie von Susanne Bettels
Das Mainfranken-Theater ist Gast der VKU im Spitäle
19 Uhr, Spitäle an der Alten Mainbrücke, Zeller Str. 1
Eintritt frei, Spenden willkommen
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Die hoch verschuldete Fürstin Orloff muss ihr Schloss verkaufen. Es finden sich der Millionär Samuel Will und dessen schwermütiger Sohn. Der Angestellte Tomkinow wendet sich in seiner Angst vor einer ungewissen Zukunft an die Fürstin, die ihm ein folgenschweres Geheimnis offenbart. Gemeinsam mit dem extra engagierten Improvisator Adam Zappe schmiedet der Millionär selbst währenddessen den Plan, Zappes Tochter Olga mit seinem Sohn zusammen zu bringen. Als schließlich alle Personen aufeinandertreffen, nehmen die Verwicklungen ihren Lauf…
Der Schriftsteller Max Mohr verfasste zu Beginn des 20. Jahrhunderts mehrere Dramen, die zwar verlegt, aber nicht aufgeführt wurden. Mit der Uraufführung von „Improvisationen im Juni“ 1922 in München gelang ihm schließlich der Sprung in die Welt des Theaters. In kürzester Zeit wurde das Stück an über 40 Theatern aufgeführt.

Max Mohr: Frau ohne Reue
Vortrag von Dr. Hans Steidle
Eine Veranstaltung der Volkshochschule Würzburg
19.30 Uhr, Skyline Hill Center, Zi. 4 – Amsterdam-Lounge
Eintritt 12 €, Anmeldung mit Kursnummer 71133A-sg unter info@vhs-wuerzburg.de
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Der letzte vollendete Roman von 1933 ist tatsächlich der desillusionierte Schluss eines mehr als zehnjährigen, vielschichtigen literarischen Schaffens. Am Schicksal einer jungen Frau, die nach ihrer Identität und Eigenständigkeit sucht, zeichnet Mohr das Bild einer krisenhaften Kultur und des krisenhaften Lebens der in ihr lebenden Menschen. Es gibt für seine Figuren keine Flucht und kein Entkommen mehr, ihr Scheitern erfolgt gerade in dem Moment, als sie glauben, ihrer idealen Rolle am nächsten zu sein. Der Roman thematisiert die innere Leere der Menschen und zahlreiche Widersprüche, die seine Lektüre spannend, mitunter auch ambivalent gestalten. Der Vortrag will den Leser*innen einen Weg zum Verständnis des interessanten und zur Diskussion einladenden Buchs ermöglichen.

Fluchtpunkt Shanghai – auch für Max Mohr
Dr. Astrid Freyeisen im Gespräch mit Dr. Hans-Peter Trolldenier
Die Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft Würzburg e.V. lädt ein zu Tee und Gebäck.
20 Uhr, Siebold Museum – Untergeschoss, Frankfurter Straße 87
Eintritt frei, Spenden willkommen, Anmeldung bei schriftwart@gdcf-wuerzburg.de
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Astrid Freyeisen hat als ARD-Korrespondentin von 2005 bis 2011 in Shanghai gelebt – sie empfindet die Stadt als ihre zweite Heimat. 1992/93 studierte die Würzburgerin im nahen  Hangzhou und stieß im Reiseführer auf die damals noch fast unbekannte Rolle Shanghais in der NS-Zeit. Im Jahr 2000 erschien ihre Dissertation „Shanghai und die Politik des Dritten Reiches“ bei Königshausen und Neumann.
Shanghai war in der Nazi-Zeit für schätzungsweise 18 000 Juden aus Deutschland und Österreich der letzte Ausweg vor der tödlichen Gefahr zu Hause. Denn die Millionenstadt in China war der einzige Ort der Welt ohne Visumpflicht. Die meisten der Flüchtlinge kamen zwischen 1938 und 1941 in dieses fremde, ferne Land. Die meisten waren mittellos und kämpften ums Überleben in der vom chinesisch-japanischen Krieg schwer getroffenen Stadt. Max Mohr traf 1934 als einer der ersten ein. Obwohl die alteingesessene deutsche Gemeinde von Shanghai immer stärker auf Nazi-Linie einschwenkte, behandelte Mohr als Arzt auch sie. Was mag er empfunden haben? In Shanghai existierten NSDAP, Hitlerjugend und SA. Unter den deutschen Diplomaten befanden sich Gestapo-Agenten, Propagandisten und NS-Spione. Die Flüchtlinge wurden 1943 in ein Ghetto gepfercht. Und es ist bis heute ungeklärt, ob Zeitzeugen-Berichte stimmen, dass die Gestapo in Shanghai ein Konzentrationslager plante.

Mittwoch, 29. April 2020

Readers‘ Corner „Frau ohne Reue“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 13 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Max Mohr – Regimentsarzt, Rheuma-Ratgeber und Romanschriftsteller
Eingeladen von Prof. Süleymann Ergün referiert der Medizinhistoriker Andreas Mettenleiter über Max Mohr und die Medizin
19 Uhr, Anatomiehörsaal in der Koellikerstraße
Eintritt frei

Starke Frauen in der Landwirtschaft und auf dem Weingut
MdL Kerstin Celina im Gespräch mit Landwirtin Sieglinde Bayerl aus Kürnach,  Winzerin Ilonka Scheuring aus Margetshöchheim und anderen Frauen aus der Region über die Rolle der Frau auf einem Bauernhof damals und heute
20 Uhr, Altes Rathaus Kürnach, Hauptstraße 1
Eintritt frei
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Alleine einen Bauernhof bewirtschaften – die Protagonistin des Romans „Frau ohne Reue“ übernimmt die harte körperliche Arbeit lieber selbst, als sich in Abhängigkeit von einem Mann zu begeben. Im letzten Jahrhundert mussten viele Frauen ihren „Mann“ auf einem bäuerlichen Betrieb stehen, die Männer waren im Krieg oder in Gefangenschaft. Ohne Traktoren, ohne Mähdrescher, ohne Motorsägen und ohne Waschmaschinen war die Arbeit mühsam und oft kaum zu bewältigen. Woran erinnern sich Frauen heute, wenn sie über die Herausforderungen des Lebens auf einem landwirtschaftlichen Betrieb nachdenken? Wie können Frauen sich in der männlich geprägten Landwirtschaft behaupten? Welchen Herausforderungen müssen sie sich heute auf einem Hof oder Gut stellen? Antworten darauf sucht MdL Kerstin Celina gemeinsam mit der langjährigen stellvertretenden Kürnacher Bürgermeisterin Sieglinde Bayerl und Ilonka Scheuring, die 2010/2011 die Auszeichnung Deutschlands Bester Jungwinzer erhielt und 2013 Landfrau des Bayerischen Fernsehens war.

Donnerstag, 30. April 2020

Readers‘ Corner „Frau ohne Reue“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 13 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

Max, Käthe und Eva Mohr 
Eine Nachmittag über den Schriftsteller und seine Familie mit Charlotte Breyer
15 Uhr, Marie-Juchacz-Haus der AWO, Café Marie, Jägerstraße 15
Eintritt frei

„Wie-im-Wohnzimmer-Lesung“
Gemeinsame Lesung des StadtteilLaden Heidingsfeld und der Hätzfelder Bücherstube aus Max Mohrs „Frau ohne Reue“ mit Hintergrundinformationen über den Autor, persönlichen Lieblingstextstellen und Austausch bei Wein & Gebäck
19 Uhr, StadtteilLaden Heidingsfeld der Diakonie Würzburg, Klingenstr. 14
Eintritt frei, Anmeldung erwünscht unter 0931/ 68087383

“I am sick of books and all things literary”
Max Mohr und D.H. Lawrence, Briefe einer Freundschaft
mit Nicolas Humbert und dem Schauspieler Thomas Birnstiel
eine Veranstaltung in Kooperation mit der „Deutsch-Britischen Gesellschaft Würzburg“
20 Uhr, Buchhandlung Knodt, Textorstraße 4
Eintritt: 5 €, Anmeldung unter info@knodt.de
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Max Mohr (1891-1937) und D.H. Lawrence (1885-1930): die Freundschaft zweier Schriftsteller. Es war eine intensive, kurze, wenn auch ungleiche Freundschaft, die 1927 in Irschenhausen im Isartal begann und 1930 mit dem Tod von Lawrence in Südfrankreich endete. Auf der einen Seite der skandalumwitterte D.H. Lawrence, Autor der Lady Chatterley, der schon zu Lebzeiten zu einem Kultautor wurde und die meiste Zeit seines Lebens von ständiger Unruhe getrieben in der Welt herumzog. Auf der anderen Seite Max Mohr, der sich 1920 für ein zurückgezogenes Landleben in der Wolfsgrub entschied, wo er bis zu seiner Emigration 1934 mit Frau und Tochter lebte. Was Max Mohr und D.H. Lawrence bei all ihrer Unterschiedlichkeit verband, war ihre radikale Zivilisationskritik und ihr Glaube, dass nur aus der Natur das Rettende kommen kann. Darin liegt ihre bleibende Aktualität und ihre Wirkung bis in die Gegenwart. Die Briefe der beiden spiegeln auf humorvolle und lebendige Weise ihre Ideen und ihre Freundschaft und sind gleichzeitig das Dokument einer Zeit.

radioText am Donnerstag – die klassische Lesung
„Frau ohne Reue“ von Max Mohr
21.05 bis 22 Uhr, Radiosendung auf Bayern 2

Freitag, 1. Mai 2020

Biographische Spuren in den Romanen Max Mohrs mit Präsentation der Erstausgaben
Matinee mit Stefan Weidle, Nicolas Humbert, Katharina Boll-Becht und der Schauspielerin Katharina Waldau
11 bis 13 Uhr, Universitätsbibliothek Würzburg, Am Hubland, Lesesaal Sondersammlungen
Treffpunkt: 10.45 Uhr Zentralbibliothek am Hubland an der großen Freitreppe
Eintritt: 5 €, ermäßigt 3 €, Anmeldung unter sekretariat@bibliothek.uni-wuerzburg.de
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Mit seinen Romanen konnte Max Mohr bekanntlich nicht an die Erfolge seiner Theaterstücke anknüpfen. Auch der mit ihm freundschaftlich eng verbundene englische Schriftsteller D. H. Lawrence äußerte sich kritisch zu seinen Romanen. Über die „Venus in den Fischen“ schrieb Lawrence an Mohr: „No, I didn’t really like Venus in the Fishes: it is too modern for me.“ Ist die Kritik berechtigt? Schrieb Max Mohr „zu modern“ für seine Zeit(genossen)? Waren seine nonkonformistischen weiblichen Lebensentwürfe, seine matriarchalen Weltentwürfe, die in seinen Werken stets präsente Zivilisations- und Gesellschaftskritik einfach zu viel des Guten?

Ausgehend von den Romanen erörtern Nicolas Humbert, der Enkel Max Mohrs, Stefan Weidle (Weidle Verlag, Bonn) und Katharina Boll-Becht (UB Würzburg) Themen, die Max Mohr in seinen Romanen entfaltet. Im Mittelpunkt der Matinee steht die Frage, welche biographischen Spuren des Dichters und Menschen Max Mohr sich in den Texten finden lassen. Die Schauspielerin Katharina Waldau liest ausgewählte Passagen aus Mohrs Texten. Im Anschluss an die Lesung werden Erstausgaben Max Mohrs aus dem Bestand der Würzburger Universitätsbibliothek präsentiert.

Eric Schaal und Max Mohr: Aus Bayern ins Exil
Vernissage der Fotoausstellung des „Porträtisten der Künstler“ Eric Schaal mit einer Einführung von Barbara Weidle
16 Uhr, Galerie Professorium im Malerfürstentum Neu-Wredanien, Innere Aumühlstraße 15 – 17
Eintritt frei
Die Ausstellung ist bis Sonntag, 7. Juni 2020 zu sehen.
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Eric Schaal, Photograph aus München, lernte Max Mohr noch in Rottach-Egern kennen und photographierte ihn 1934 in der Wolfsgrub. So begann eine Freundschaft, die sich brieflich im Exil fortsetzte; Mohr schickte Schaal einen Durchschlag seines letzten Romans »Das Einhorn« von Shanghai nach New York, wohin dieser 1936 ausgewandert war. Schaal antwortete ihm in einem Brief, der in dem Bildband »Eric Schaal, Photograph«, erschienen im Weidle Verlag, dokumentiert ist.
Die Ausstellung zeigt nicht nur die Porträts von Max Mohr, sondern dokumentiert auch das Schaffen Eric Schaals, der in New York für die Magazine »Time« und »Life« arbeitete und unzählige Künstler porträtierte, wie z.B. Arnold Schönberg, Bruno Walter, Paul Hindemith, Vicky Baum, Thomas Mann, Alfred Döblin, William Faulkner, Stefan Zweig, Oskar Kokoschka, Salvador Dali und Charles Chaplin.

„Selig wer nichts erwartet von Deutschland“
Der Briefwechsel von Thomas Mann und Max Mohr 1933 – 1937
Szenische Lesung mit Rainer Appel und Daniel Osthoff
19 Uhr, Kunsthaus Michel, Semmelstraße
Eintritt 10 €, Karten unter www.kunsthaus-michel.de

Samstag, 2. Mai 2020

Readers‘ Corner „Frau ohne Reue“
Lesung im Publikumsbereich der Stadtbücherei
12 bis 13 Uhr, Stadtbücherei im Falkenhaus
Eintritt frei

„Ein kleiner Fischdampfer namens Rossini“
Maritimes in Max Mohrs Roman „Frau ohne Reue“ und ausgewählten Briefen
Lesung und Gespräch beim Schoppen
14 Uhr, Historischer Zunftsaal der Fischerzunft Würzburg, Saalgasse 6
Eintritt frei, Spenden willkommen

Die unterirdische Kneipe – Männerszenen aus „Frau ohne Reue“
mit Daniel Klein, Gunther Schunk und Elisabeth Stein-Salomon
20 Uhr, Schelmenkeller, Pleicherschulgasse 6
Eintritt frei, Hutspende willkommen
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Berlin in den 30er Jahren: Am Anfang von Max Mohrs 1933 erschienenem Roman „Frau ohne Reue“ sitzen der arbeitslose Wissenschaftler und Journalist Paul Fenn und sein Freund Alexander Golo im „Ritz“, einer Kellerkneipe mit billigem Korn im Angebot. Später ziehen sie weiter in eine weitere „unterirdische“ Kneipe mit dem Namen „Zur betrunkenen Frau“.
Gunther Schunk, Daniel Klein und Elisabeth Stein-Salomon werfen in kurzen Lesepassagen einen Blick auf die männlichen, oft satirisch gezeichneten Charaktere des Romans „Frau ohne Reue“.

Sonntag, 3. Mai 2020

Kostproben aus Max Mohrs Werk: Sonette, Die Nordpolflieger, Das Einhorn
Lesung & Gespräch mit Israel Schwierz und Frank Stößel
10.30 – 12 Uhr im Feldhüterhäuschen am Hubland,  Ecke Zeppelin/Hackstetterstraße
Eintritt frei, begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung bei festoessel@gmail.com oder 0931-69370

RAMPER
Stummfilm mit Livemusik, D 1927, 60 Min., Regie: Max Reichmann, Buch: Max Mohr, Darsteller: Paul Wegener, Mary Johnson, Kurt Gerron
mit Live-Musik-Improvisation von Noah Fürbringer (Schlagzeug) und Jonas Pentzek (Electronics)
11 Uhr, Central im Bürgerbräu
Reservierung unter www.central-bb.de
12 €, ermäßigt 10 €
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Der Stummfilm ‚Ramper’ basiert auf dem 1925 veröffentlichten Schauspiel von Max Mohr. Unter der Regie von Max Reichmann spielt Paul Wegener darin einen Flieger, der in Grönland scheitert, im Lauf der Jahre verwildert und zum Tiermenschen wird. Zurückgeholt in die Zivilisation wird er als Zirkusattraktion ausgestellt und landet schließlich in den Fängen eines Wissenschaftlers, der ihn gegen seinen Willen in die Menschenwelt zurückbringen will. Zur Aufführung kommt die einzig erhaltene Fassung des Films, ein Fragment von einer Stunde Laufzeit, begleitet von Livemusik. In der ‚Berliner Nachtausgabe’ hieß es nach der Uraufführung 1927: “Paul Wegener zeigte uns gestern in ‚Ramper’ eine neue herrliche Höchstleistung schauspielerischer und filmischer Gestaltung, die in der ganzen Welt nicht zu überbieten ist.“

„Aufbruch oder Flucht?“ – Preisverleihung des Schreibwettbewerbs
eine Veranstaltung des Würzburg liest e.V. in Kooperation mit dem Juristen Alumni e.V.
15 Uhr, Max-Stern-Keller, Alte Universität, Domerschulstraße
Eintritt frei
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Würzburg liest e.V. hat anlässlich der Städteleseaktion einen Schreibwettbewerb zum Thema „Aufbruch oder Flucht? Von der Entscheidung zu gehen.“ ausgeschrieben. Bei der Veranstaltung werden die Preisträger durch die Jury bekannt gegeben werden und die drei Gewinnertexte gelesen. Moderation Dr. Regina Frisch.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei den diesjährigen Juroren des Schreibwettbewerbs:
Daniela Donhauser-Neber, Dipl. Gesangspädagogin, Dipl. Konzertsängerin
Pauline Füg, Autorin
Marion Gut, Kultur-Tafel-Würzburg e.V.
Dr. Thomas Neumann, Verlag Königshausen & Neumann
Sonja Weichand, Autorin

Ohne Reue
Infinite Monkey – Offene Lesebühne
Der Titel und Zitate aus „Frau ohne Reue“ dienen Autoren als Inspiration für eigene Texte.
Jeder ist willkommen, die Bühne zu betreten und einen eigenen Text vorzulesen.
19 Uhr, Wunschlos Glücklich, Bronnbachergasse 22R
Eintritt frei

„Völlig unbekümmert, völlig heimatlos“
Elli Beinhorn und Marga von Etzdorf – Flugpionierinnen der 20er Jahre

Vortrag von Heinz Gräf  mit Lesung von Britta Schramm aus „Frau ohne Reue“
19 Uhr, Flugsportclub Würzburg am Schenkenturm , Flughalle 
Eintritt frei
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Anna Billerton heißt die Fliegerin, die im dritten Teil von Frau ohne Reue zusammen mit Lina Gade in die Alpen fliegt. Eine der mutigen Flugpionierinnen der 20er Jahre mag Pate für diese Romanfigur gestanden haben. Die Schauspielerin Britta Schramm wird ihr mit ihrer Lesung aus Frau ohne Reue eine Stimme verleihen.
Heinz Gräf erzählt über Elli Beinhorns und Marga von Etzdorfs waghalsigen Flüge rund um die Welt im Alleinflug und von Elli Beinhorns besonderer Verbindung zu Würzburg.
Lesung und Vortrag finden in der Flughalle zwischen den Flugmaschinen statt.

Mittwoch, 6. Mai 2020

„Max Mohr und andere Würzburger Juden im Ersten Weltkrieg“
Vortrag von Dr. Roland Flade mit anschließender Hausführung durch die ehemalige Mandelbaum-Villa, eine Veranstaltung in Kooperation mit der KDStV Gothia-Würzburg im CV
19.30 Uhr Haus der KDStV Gothia-Würzburg im CV, Rottendorfer Straße 26
Eintritt frei
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398 Mitglieder der jüdischen Gemeinde Würzburg nahmen am Ersten Weltkrieg teil, von denen 32 fielen. Acht starben später an den Kriegsfolgen, darunter Max Ruschkewitz, dessen Vater das größte Warenhaus der Stadt besaß. Max Mohr, der in Würzburg seinen Militärdienst absolviert hatte, versorgte mehrere Jahre in der Nähe der Front Verwundete – zunächst als Medizinstudent, dann als approbierter Arzt. In Gedichten verarbeitet er das grausige Geschehen. Bis zu seinem Tod am 4. Dezember 1914 in Russland führte der 18-jährige Soldat Richard Rosenburg, der an der Julius-Maximilians-Universität Philosophie und Jura studierte, ein Tagebuch. Die Gedichte Mohrs und das Tagebuch Rosenburgs stehen im Mittelpunkt des Vortrags.

Donnerstag, 7. Mai 2020

Max Mohr: „Frau ohne Reue“ – nach 90 Jahren immer noch wichtig
Vortrag mit Dr. Hans Steidle
19.30 Uhr, Gemeindebücherei Waldbüttelbrunn, August-Bebel-Str. 51
Eintritt 5 €

Sonntag, 9. Mai 2020

Würzburg liest ein Buch – Darstadt auch!
Lesung aus „Frau ohne Reue“ mit musikalischen Einlagen
17 Uhr, Bürgerhaus, Fuchsstadterweg 4 , Ochsenfurt-Darstadt
Eintritt frei

Montag, 11. Mai 2020

Bischof Franz Jung liest
Lesung und Gespräch zur Stadtleseaktion „Würzburg liest ein Buch“
18 Uhr, Liborius-Wagner-Bücherei, Kardinal-Döpfner-Platz 5
Eintritt frei

Freitag, 15. Mai 2020

Dort, hier und anderswo – von der Suche nach dem Platz im Leben
Texte und Szenen zur Thematik von Max Mohr mit Dr. Sigrid Mahsberg und Peter Langer
19 Uhr, Foyer des Kolping-Center Mainfranken, Kolpingplatz 1
Eintritt frei

Donnerstag, 28. Mai 2020

Frau(en) ohne Reue
Musikalisch-Literarischer Abend mit Kerstin Lauterbach, Gildeerzählerin der Europäischen Märchengesellschaft, und Christian Bekmulin an der Jazzgitarre
19.30 Uhr, Rudolf-Alexander-Schröder-Haus, Wilhelm-Schwinn-Platz 3
Eintritt 8 €, ermäßigt 4 €, ohne Anmeldung
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Inspiriert durch den 1933 veröffentlichten Roman „Frau ohne Reue“ von Max Mohr machen wir uns auf die Suche nach starken Frauen und ihren Visionen. Was macht sie aus, die starke Frau, die mutig nach vorne schaut? Gleich ob sie eiserne Schuhe trägt oder auf Ziegenböcken reitet, ob sie östlich von der Sonne oder westlich vom Mond unterwegs ist oder sogar Eidechsen an ihrem Busen nährt: unbeirrt gehen sie ihren Weg.
Geschichten aus alter Zeit neu interpretiert und erzählt von Kerstin Lauterbach, musikalisch begleitet von dem Jazzgitarristen Christian Bekmulin.

Sonntag, 31. Mai 2020

Würzburg liest „Frau ohne Reue“ – Arnstein liest mit
Literarisch-musikalische Lesung aus Max Mohrs Roman mit der Schauspielerin Edith Abels und Daniel Delgado am Klavier
18 Uhr, Alte Synagoge Arnstein, Goldgasse 28
Eintritt für Erwachsene 10 € , Schüler und Studenten frei

Mittwoch, 17. Juni 2020

Lina Gade darf nicht sterben
Podiumsdiskussion u.a. mit der Literaturwissenschaftlerin und Max Mohr-Expertin Dr. Barbara Pittner (Bamberg), Moderation Dr. Isabel Fraas
Kooperationsveranstaltung von Würzburg liest, Genderforum der Universität Würzburg und Domschule Würzburg
18 Uhr, Domschule Würzburg, Am Bruderhof 1
Eintritt frei
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Das Ende von Max Mohrs Roman „Frau ohne Reue“ provoziert. Lina Gade stirbt durch die Hand des somnabulen Felix. Wird sie gerichtet oder findet ihr Leben an einem Moment voller Aufbruch ein glückliches Ende? Braucht Max Mohrs „Frau ohne Reue“ ein anderes Ende?

Donnerstag, 18. Juni 2020

Selbst ist die Frau – Bildern von starken Frauen
Vernissage der Ausstellung vom 18. Juni – 18. Juli 2020
Gespräch mit den Künstlerinnen über den Roman „Frau ohne Reue“
18 Uhr, Brückenbogen Kulturinsel, Ursulinergasse 6
Eintritt frei

Freitag, 19. Juni 2020

Eisenheim liest mit: „Frau ohne Reue“
gelesen von Schauspielerin Edith Abels
19 Uhr, Ratsstube des historischen Rathauses Untereisenheim, Rathausgässchen 1
Eintritt frei, Spenden willkommen

Dienstag, 22. September 2020

Max Mohr – Der Schriftsteller und Arzt aus Würzburg
Digitaler Lichtbildervortrag von Willi Dürrnagel auf Einladung des VdK Ortsverband Heidingsfeld-Heuchelhof-Rottenbauer und des Kulturtreff St. Paul
19 Uhr, Gemeindehaus St. Paul, Andreas-Grieser-Straße 2
Eintritt frei

 

Vergangene Veranstaltungen

Mittwoch, 25. September

Herbstlese(n)
Die Arbeitsgemeinschaft „Würzburg liest ein Buch“ lädt an diesem Abend zu einem Informationstreffen ein.
19 Uhr, Kunsthaus Michel, Semmelstraße 42
Eintritt frei
Anmeldung unter info@kunsthaus-michel.de
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Zur Einstimmung liest der Schauspieler Rainer Appel kurze Passagen aus dem Roman. Elisabeth Stein-Salomon gibt einen Überblick über die ersten Planungen für die Aktionswoche vom 23.April 2020 bis 3. Mai 2020. Die Besucher erfahren, wie sie sich als Vorleser oder Initiator einer eigenen Veranstaltung, z.B. einer Wohnzimmerlesung, im nächsten April engagieren können. Anschließend ist Gelegenheit, mit den AG-Mitgliedern ins Gespräch zu kommen, eigene Aktionsideen einzubringen und sich mit Kooperationspartnern zu vernetzen.

Donnerstag, 7. November 2019

Leseerfahrungen mit Frank und Mohr
Vortrag von Dr. Hans Steidle in Kooperation mit der Leonhard-Frank-Gesellschaft
20 Uhr, Buchhandlung Knodt, Textorstraße 4
Eintritt frei
Anmeldung unter info@knodt.de

Samstag, 18. Januar 2020

Professionell vorlesen!
Vorleseworkshop mit Martin Menner für alle, die an ihrer Vorlesekompetenz arbeiten möchten
12 – 15 Uhr, Dauthendey-Saal, Stadtbücherei Würzburg

Samstag, 1. Februar 2020

Professionell vorlesen!
Vorleseworkshop mit Martin Menner für alle, die an ihrer Vorlesekompetenz arbeiten möchten
12 – 15 Uhr, Dauthendey-Saal, Stadtbücherei Würzburg

Dienstag, 11. Februar 2020

Max Mohr – Leben und Werk
Referent: Dr. Hans Steidle, Stadtheimatpfleger
19 Uhr, Rudolf-Alexander-Schröder-Haus, Wilhelm-Schwinn-Straße 3
Eintritt 6 €, ermäßigt 3 €, ohne Anmeldung
Hier klicken für weitere Informationen

Der Würzburger Schriftsteller Max Mohr (1890-1937) wollte – wie viele Künstler – aus dem bürgerlichen Alltag und der gesellschaftlichen Normalität ausbrechen, um selbst einen Sinn im Leben zu finden. Früh ging er auf abenteuerliche Reisen, zeigte als Arzt großen Mut im Ersten Weltkrieg. Als Schriftsteller verarbeitete er den Spagat zwischen der Flucht in die einsame Natur und das Eintauchen in die moderne Metropole Berlin. Auch seine literarischen Werke oszillieren zwischen diesen beiden extremen Polen. Seine jüdische Abstammung und sein scheinbares literarisches Scheitern nach manchen großen Erfolgen veranlassten ihn zur Auswanderung nach Shanghai, wo er sich eine Existenz als Arzt aufbaute und an den Folgen seiner Überarbeitung starb.